Was das Leben so bereithält – ein Update.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, in denen ich nahezu täglich gebloggt habe – aus vielen kleinen Gedankenbausteinen wurden Texte, die mein Leben auf wundervolle Weise begleiteten.
Doch das Schreiben braucht Zeit … und die habe ich nicht immer.

Ich übe noch immer Yoga – mehrmals die Woche, meistens im Fitnessstudio nach einem Workout, manchmal zu Hause, wenn es gerade gut passt, aber nicht mehr so oft wie früher.
Was ich nicht mehr mache:
Mich auf die Matte zwingen, wenn es eigentlich gerade nicht so gut ins Leben passt. Ich merke noch immer, wie gut es mir tut – aber die Kraft gemütlicher Pausen wird tatsächlich unterschätzt.
(Ist das schon das Alter?)

Ich schreibe auch noch – aber ebenfalls nicht mehr so viel wie früher. Das hat ganz bestimmt mit dem Alter zu tun, denn:
Ich kann mich zwar noch immer über politische, gesellschaftliche oder soziale Themen aufregen, habe aber erkannt, dass diese Aufregung nichts bewirkt –
außer, dass ich mich aufgeregt habe.
Eine ziemlich angenehme Erkenntnis.

Die größte Veränderung der letzten Monate ist aber nach wie vor unsere Hündin Fenja:
https://www.instagram.com/p/Cv5O6unoCpl/?img_index=1

Wir sprechen im Yoga ja oft von Selbstreflexion, davon, wie wir uns selber erkennen sollten und an uns arbeiten müssen –
das Leben mit Hund hat mir aber ganz klar gezeigt:
Nichts hat mich je so zur Selbstreflexion gezwungen wie das Leben und vor allem das Training mit Hund.

Unsere Auslandshündin hat mich wahrlich auf die Probe gestellt –
angefangen von der Hundeangst, die ich überwinden musste, bis hin zum Alltag mit Hündin, der sich komplett verändert hat. (Zum Guten, das muss an dieser Stelle betont werden!)
https://www.instagram.com/p/CwpEktmNV9Y/?hl=de

Was aber wirklich herausfordernd war, war das intensive Hundetraining, das wir mit Fenja begonnen haben.
Die Erkenntnis, dass 90% der Probleme, die man mit dem Hund hat, vom Menschen ausgelöst werden, war anfangs erschütternd.
Mein Hund dreht bei Hundebegegnungen durch? Ich habe zu spät reagiert.
Meine Hündin kommt nicht zur Ruhe? Ich habe ihr diese Ruhe nicht vermittelt.
Ohne liebevoller, aber konsequenter Führung funktioniert nichts davon.

Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass Hundetraining generell für Menschen gut wäre –
vor allem für jene in Führungspositionen:
Nichts zwingt eine:n so zum Überdenken des eigenen Handelns wie ein Tier, von dem man gewisse Dinge erwartet, die es aber nicht versteht. Und warum?
Weil man falsch kommuniziert.

https://www.instagram.com/p/CvrKVXEIvqV/?hl=de

Mittlerweile ist aus unserer anfangs so verrückten Fellgurkn eine liebevolle, sehr soziale und folgsame Hündin geworden, die uns überall hin begleitet –
und die Zeit mir ihr ist so viel wertvoller als jeder Blogbeitrag …
so viel steht fest.

Ich werde natürlich weiterhin Worte zu Blog bringen –
aber falls nicht, dann bin ich gerade mit Fenja oder den Kindern unterwegs:
https://www.instagram.com/p/CswISQ0oCzU/?img_index=3

Alles Liebe.
Namaste!

*

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich von der aktuell so angesagten ‚bedürfnisorientierten‘ Erziehung nichts halte –
nicht bei Kindern, aber schon gar nicht bei Hunden.
Bedürfnisse werden natürlich berücksichtigt, absolut klar – wenn meine Hündin aber das Bedürfnis hat, einen anderen Hund zu attackieren, ein Kind anzubellen oder von mir davonzulaufen, dann unterbinde ich es.
Punkt.
Und ich bitte nicht darum, ich befehle – und erwarte, dass der Hund folgt.
Nur so kann Fenja überall mit dabei sein und an unserem Leben teilnehmen –
egal ob im Büro, im Lokal oder im Urlaub.

Bei Kindern ist das natürlich ein wenig anders –
aber auch hier gibt es Befehle, die gelten … etwa wenn es um Gefahrensituationen geht, oder schlicht um das Miteinander in der Gesellschaft.
Wenn eins meiner Kinder das Bedürfnis hat, in einem Lokal herumzulaufen oder zu schreien, ist das zwar vielleicht lustig, aber keine Option.

Warum ich das hierhin schreibe?
Weil ich die Diskussionen schon kenne.
:)



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