es ist nicht alles yoga, wo #yoga drauf.steht. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

gestern war es so.weit:

der mindful triathlon in münchen ging über die bühne –
und ich war mitten.drin.
seit wochen schon hatte ich mich darauf gefreut, war abends laufen, damit ich die fünf kilo.meter einigermaßen lässig schaffe, hab viel yogiert, um die fünf.und.siebzig minuten vinyasa flow auch richtig genießen zu können –
und die dreißig.minütige meditation inmitten einer riesigen menschen.menge sollte ohnehin eines der high.lights werden.

das waren meine erwartungen.
gekommen ist es dann doch ein wenig anders …
aber so ist es eben mit den eigenen erwartungen.

***

am sonntag früh.morgens in münchen auf.wachen –
und mal nicht lange im bett liegen oder den wecker zu mehr.maligem snoozen zwingen, sondern sofort aus dem bett springen, sich wunder.bar fit und voller vor.freude fühlen.
ein toller start in den tag!

dann, nach einem leichten früh.stück und einer kleinen irr.fahrt rund um den olympia.park, endlich das gelände erreichen, zum check.in gehen, die…

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ich mach sicher nichts, was gut für mich ist. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

frau x hatte einen schlag.anfall – den zweiten in folge.
herr y leidet seit jahren an chronischen magen.schmerzen – stress ist der aus.löser, heißt es.
und auch die junge z, die erst am beginn ihres arbeits.lebens steht, tut sich schwer mit dem ab.schalten – und braucht mindestens zwei gläser sommer.spritzer, bevor sie entspannt sein kann.

was die drei eint?
ihr un.wille, sich selbst etwas gutes zu tun.
je schlechter es ihnen geht, umso mehr muten sie sich selbst zu –
noch eine extra.runde im fitness.studio, egal wie sehr die muskeln schmerzen, noch mehr alkohol, um die welt zu vergessen, besonders deftige kost, um wieder zu kräften zu kommen …
bloß keine pause entstehen lassen, immer gas geben, still.stand ist das ende, so der volks.mund.

aber der volks.mund hat nicht immer recht, ganz im gegen.teil –
der volks.mund hat in einer zeit das sprechen erlernt, die anders war als unsre heutige…

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yoga ist irgend.wie auch nur ein business – aber ein schönes. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

yoga zu unterrichten ist groß.artig.

das studio auf.sperren, selbst einmal an.kommen, dann alles auf die ankunft der yogis und yoginis vor.bereiten, indirekte stimmungs.beleuchtung ein.schalten, sanfte musik aus.suchen, achtsame worte zum an.kommen wählen, asanas an.sagen und vor.zeigen, dann eine ruhige entspannung an.leiten, wieder achtsame worte wählen, alle aus der entspannung er.wecken –
und in strahlende gesichter blicken.
das ist mit sicherheit einer der schönsten jobs, die man haben kann.

die zeit verfliegt, es ist anstrengend und lustig und jedes mal wieder spannend –
denn man weiß nie, was kommt:
an manchen tagen plant man eine power.klasse, dann kommen die yogierenden und sagen:
och, können wir heute bitte was ruhiges machen, das wär toll!
also wirft man den plan kurzer.hand über bord und macht was ruhiges, bietet anstrengendere alternativen an, durchforstet den inneren yoga.plan nach entspannenden asanas und das i.phone nach der passenden play.list –
die menschen sollen die stunde ja…

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let it go – lass einfach los. (#ytt) (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

loszulassen.
das bedeutet nicht immer, etwas nicht mehr anzugreifen, sondern hat oft einen tieferen sinn:

dinge loszulassen, die einem nicht gut.tun.
verhaltens.weisen loszulassen, die einem selbst oder anderen in irgendeiner form schaden.
das eigene ich loszulassen – und versuchen anzuerkennen, dass man selbst nicht immer der mittelpunkt des universums sein muss …
und es genau.genommen in keinem moment des lebens wirklich ist.

loszulassen kann ziemlich schwierig sein.
denn es bedeutet, dass man zuerst einmal erkennen muss, was man eigentlich festhält, ob es sinn macht, daran festzuhalten, und ob es einem nicht besser ginge, würde man nicht daran festhalten.
und das nicht nur im privaten bereich, sondern auch im beruflichen –
eigentlich immer.

doch dieses loslassen erfordert ein paar dinge, die viele nicht aufzubringen in der lage sind – oder es schlicht nicht wollen:
den nötigen willen, über sich selbst nachzudenken,
die erkenntnis, dass man selbst nur ein kleiner stein unter…

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was yoga mit orchideen gemeinsam hat. (#ytt)

sinn.wort.spiel.

das erste wochen.ende des yoga.teacher.trainings liegt hinter mir.
es war heiß, intensiv, lehr.reich, lustig, tänzerisch und hat wahn.sinnig spaß gemacht.

und mitten drin, während eines anregenden morning.flows, hat sich plötzlich ein gedanke in mir breit gemacht, der mir ein breites grinsen ins gesicht gezaubert hat –
weil er so plötzlich kam, und irgend.wie so un.passend und zeit.gleich auch so wahr erschien:

mit dem yoga ist es wie mit orchideen.
man muss sich gut um beide kümmern – aber nicht zu viel.
und natürlich auch nicht zu wenig.

denn einerseits ist es so:
wer seinen orchideen zu viel wasser gibt, um ihnen gutes zu tun, ertränkt sie.
wer ihnen kein wasser gibt, weil er nur selten an sie denkt, lässt sie verdursten.

und andererseits ist eben auch so:
wer beim yoga zu viel will, auch wenn er es gut meint, wird viel zu schnell an seine grenzen kommen und verzweifelt aufgeben.

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gedanken.karussell. (#ytt)

sinn.wort.spiel.

augen schließen.
ein.atmen.
und aus.atmen.
schultern rotieren weg von den ohren.
nach hinten.
oder unten?
unten.hinten?
oh, ein.atmen!
und aus.atmen.
gewicht auf das rechte bein verlagern,
langsam das linke bein heben
und den fuß einstellen,
auf den rechten oberschenkel.
ach, und natürlich wieder ein.atmen.
nicht umfallen!
einen punkt auf der wand fixieren,
wie war noch der name von dem punkt an der wand,
den ich immer anstarre,
damit ich nicht umfalle,
einbeinig?
oh, ein.atmen!
augen schließen.
nein, augen wieder auf,
sonst falle ich um,
den punkt anstarren,
drishti,
war es nicht drishti?
ja, genau,
aus.atmen,
drishti, das war’s,
ach mann,
eigentlich wollte ich doch die gedanken fliegen lassen,
und jetzt vergess ich sogar auf’s
ein.atmen,
oh, es ist schon das andere bein dran,
aus.atmen,
nicht umfallen,
und die gedanken fliegen lassen.

namaste.

© Sybille Ebner - sinn.wort.spiel. © Sybille Ebner – sinn.wort.spiel.

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ein anderes wort für aufregend? #ytt!

sinn.wort.spiel.

was macht man, wenn man weiß, dass man etwas neues lernen wird?
man liest und recherchiert und liest weiter und recherchiert noch mehr –
klar.
und findet die wildesten sachen:

menschen, die sich erleuchtet fühlen, die ihr bisheriges leben bereuen, die jeden tag mit yoga beginnen und beenden, die in sexy klamotten an den wunderlichsten orten noch wunderlichere posen zeigen, leute, die das training abbrechen, weil sie es körperlich  nicht schaffen, und andere, die nach dem ersten gleich einen zweiten lehr.gang absolvieren.

und mitten drin in diesem wirr.warr an informationen bin ich.

nein, erleuchtet fühle ich mich (noch) nicht.
ich steh auch nicht jeden tag mit der sonne auf und mache zwölf sonnen.grüße.
und ich werde bestimmt keine fotos von mir in sexy unter.wäsche in soziale netz.werke posten –
im bikini, vielleicht, aber nicht im string.tanga.

ich mach einfach das, was sich richtig anfühlt – weil ich es gern mache.

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