Weihnachten ist wunderbar! – oder: Kein Urteil, bitte.

Weihnachten naht mit Riesenschritten –
und in der yogischen Welt macht sich die alljährliche Aufregung breit:

Weihnachten und die Adventszeit, das ist doch viel zu laut, zu wenig besinnlich, zu viel Konsum, nimm Abstand davon, kauf keine Geschenke, mach da nicht mit!

Aber warum eigentlich?
Ist es unyogisch, Weihnachten toll zu finden?
Ist es unyogisch, die Adventszeit mit der Familie oder Freund/innen zu genießen?

Was ist schlecht daran, kleine Geschenke für die Lieben vorzubereiten, sich daheim einzukuscheln, über einen Weihnachtsmarkt zu wandern und die strahlenden Gesichter zu betrachten, an einem regnerischen Sonntag einen Weihnachtsfilm anzuschauen, oder gemeinsam leckere Weihnachtskekse zu backen?

Ist nicht genau das der Kern von Yoga?
Das Rückbesinnen auf die Familie, auf die Ruhe, die Stille, auf jene, die man liebt und von denen man geliebt wird?
Der Blick auf eine brennende Kerze beruhigt selbst unstete Kinderherzen, man fühlt sich geborgen –
und nichts ist erfüllender als das Strahlen in den Augen der Familie zu sehen, wenn die Kekse auch wirklich schmecken, wenn der Christbaum erstrahlt und ein, zwei Geschenke ausgepackt werden dürfen.

Im Advent fühl ich mich auf meiner Yogamatte übrigens noch wohler als sonst –
im Kerzenlicht yogieren, leise Musik, vielleicht sogar ein paar Schneeflocken, die vor dem Fenster tanzen…
perfekt.
(Ja, ich liebe Weihnachten!)

Ich kann schon verstehen, dass die Weihnachtszeit stressig sein kann, viele Menschen kaufen viel zu viel, überall erschallt Weihnachtsmusik –
aber wir reden im Yoga immer davon, dass wir nur uns selbst ändern können, dass wir lernen müssen, mit dem Außen umzugehen, weil wir es eben kaum beeinflussen können, und dass wir nicht urteilen sollen.

Wenn der Advent dich also stresst, nimm dir eine Auszeit, gönn dir entspannte Minuten oder Stunden auf deiner Yogamatte –
und wenn du Weihnachten generell nicht magst, dann ist das natürlich ok so.
Niemand muss Weihnachten toll finden …
aber alle dürfen.

Also üben wir uns doch in Gleichmut.
Lassen wir anderen doch ihre Freude –
und wenn Weihnachten uns selbst nicht erfreut, dann erfreuen wir uns doch an der Freude der anderen.

Was kann es Schöneres geben?

#Namaste!

 

 

Ein yogisches Hilfsmittel aus der Kosmetikabteilung? Na logisch!

Letztens baten einige Damen in der Donnerstags-Yogastunde um eine spezielle Einheit –
eine für die Füße.

Eine wunderbare Idee –
immerhin vergessen wir gern, was unsere Füße für uns leisten:
Wir stehen den ganzen Tag auf ihnen, zwängen sie in enge, vielleicht sogar hochhackige Schuhe, ständig sind sie von Stoff bedeckt und kommen kaum an die frische Luft.
Warum nicht eine eigene Yogastunde machen, in der wir uns für diese wundervolle Arbeit bedanken?

Im Sommer haben’s unsere Füße leichter –
sie dürfen ohne Socken außer Haus, sogar meist in offenen Schuhen, und sie spüren auch mal das Gras an ihrer Haut.

Im Winter aber, da sieht die Sache ganz anders aus –
wir tragen immer Socken (manchmal sogar nachts, wenn es ganz besonders kalt ist), die Füße stecken in dicken Schuhe, und der rutschige Boden draußen erfordert wahre Kunststücke, damit wir nicht über jeden Schneehaufen purzeln.
Und obwohl unsere Füße so viel für uns tun, vergessen wir sie gerne.
Schade, eigentlich.

Darum freu ich mich besonders auf die morgige Stunde im Seniorenbund Salzburg
wir werden uns ganz intensiv mit unseren Füßen beschäftigen, werden sie kneten und massieren, wir werden sie dehnen und strecken und falten …
und ein ganz besonderes Hilfsmittel benutzen, eines, das du vermutlich eher aus der Nagellackabteilung deines Drogeriemarkts kennst:

Zehentrenner!

Ich muss gestehen:
Ich schätze diese Teile mittlerweile wirklich sehr!
Gar nicht so sehr zum Nägellackieren, nein, sondern um meinen Füßen und Zehen etwas Gutes zu tun. Dandasana oder Uttanasana fühlen sich komplett anders an, wenn diese Zehentrenner die Zehen spreizen. Manchmal lasse ich sie sogar während Janu Sirsasana drin.
Und das Schönste ist das Gefühl, wenn man die Zehentrenner nach einigen Minuten entfernt und plötzlich ein ganz anderes Gefühl in den Füßen hat.
Probier es mal aus!

Aber Vorsicht:
Mach es gerade anfangs nicht zu lange. Probier erst mal aus, ob es dir überhaupt gut tut, und wenn ja, wie lange.
Weniger ist meistens mehr, gerade im Yoga!

Wenn wir morgen in der Fuß-Stunde dann die Zehentrenner entfernt haben, gönnen wir unseren Füßen eine sanfte Massage, natürlich mit Fußcreme –
denn gerade im Winter freuen sich die Füße über eine Extraportion Feuchtigkeit.

Socken drüber –
und Savasana  kann kommen.

#Namaste!

 

Ich muss beweisen, dass ich stricken kann? oder: Warum sich #YTTs ändern müssen.

Seit einigen Wochen häufen sich wieder die Einladungen zu Yoga Teacher Trainings, die jetzt im Herbst oder kommenden Frühling losgehen.
Ich könnte, wenn ich wollte, aus einer breiten Palette von meist recht teuren Ausbildungen wählen, viele davon klingen so toll, dass man sich fragt, warum sie nur ein paar Tage dauern, manchmal sogar nur ein Wochenende lang.
Mittlerweile bieten auch Institutionen Yogaausbildungen an, die eigentlich wenig bis gar nichts mit Yoga am Hut haben –
Tanzstudios, das WIFI, sogar Privatpersonen, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie überhaupt Yoga machen.

Ein meiner Meinung nach grundlegendes Problem an all diesen Ausbildungen hab ich hier schon genauer beschrieben, seit ich aber vor allem ältere Menschen unterrichte, hab ich erkannt, dass es eigentlich ein viel größeres, weil gefährliches Problem gibt:
Es fehlen wirklich wichtige Inhalte.

Etwa die genaue Anatomie des Menschen, der Umgang mit physischen Krankheiten, und natürlich auch der mit psychischen Problemen.
Vor allem aber fehlt mir die Abkehr von althergebrachten Traditionen, die zwar interessant zu wissen, für den Unterrichtsalltag aber keine Hilfe sind –
irreführende Ausdrücke, Anweisungen, die nicht mehr zeitgemäß sind, Haltungen und Bewegungen, die früher als heilsam galten, von denen man heute aber weiß, dass sie eigentlich schaden, und die unsägliche Annahme, dass Yoga alles heilen kann.

 

 

 

Ich verbringe viel Zeit damit, Yoga-Magazine und -Bücher zu lesen, analog und digital, ich speichere jeden Artikel, der mit uralten Mythen aufräumt, und alles, was mit der körperlichen Gesundheit von Menschen zu tun hat, kommt überhaupt in einen eigenen Ordner, damit ich es sofort abrufen kann, wenn ich es brauche –
und ich brauche es ziemlich oft.
Das Unterrichten hat nämlich gezeigt, dass die Mehrzahl der Yogi/nis mit Problemen zu kämpfen hat und genau deswegen zum Yoga kommt. Egal, wie alt die Menschen sind, jede/r von ihnen hat ein Thema, das belastet, ein Thema, das ich als Yogalehrerin kennen sollte, gar nicht so sehr, um den Menschen zu helfen, sondern vor allem, um das Thema nicht zu verschlechtern. Die wenigsten meiner Kolleg/innen sind ausgebildetete Physio- oder Psychotherapeut/innen, ich leider auch nicht, obwohl das sicher kein Fehler wäre, denn (ich wiederhole mich):
Die wenigsten Menschen kommen zum Yoga, weil es ihnen so gut geht.

In meinen bisherigen Stunden hab ich schon eine Menge Themen gesehen:
angefangen von den klassischen Rückenproblemen über Bandscheibenvorfälle, Gelenksbeschwerden und Migräne, bis hin zu Osteochondrose und anderen Krankheitsbildern, von denen ich bisher noch nie gehört habe.
Außerdem treff ich häufig auf Verdauungsstörungen, hatte schon mehr als ein/en Yogi/ni mit Depressionen und Burn Out, jemand mit Borderline-Persönlichkeitsstörung besuchte einen Kurs, ich habe zwei Mal eine Panikattacke während des Unterrichts miterlebt, und auch Magersucht ist ein allgegenwärtiges Thema.
(Ich möchte hier aber darauf hinweisen, dass ich nicht übermäßig viel unterrichte und vermutlich auch nicht alle immer erzählen, woran sie wirklich leiden.)
Davon abgesehen hat jede/r von uns einen ganz eigenen Körperbau, was also auch bedeutet, dass manche Asanas rein anatomisch gar nicht machbar sind –
auch das ist etwas, was noch nicht zu vielen Yogalehrenden durchgedrungen ist.
(Mit ein Grund, warum ich nicht mehr allzu oft Yogakurse besuche.)

Mittlerweile hab ich es mir angewohnt, sehr genau nachzufragen, welche Themen es gibt, und da ich das Glück habe, Gruppen von höchstens 15 Menschen unterrichten zu dürfen, klappt das auch sehr gut –
die Menschen kennen sich untereinander und haben auch zu mir Vertrauen gefasst, am Anfang der Stunde erzählen wir uns immer, wie es uns gerade geht und welches vielleicht neue Thema sich ergeben hat. Stunden mit bis zu 30 (oder sogar mehr) Menschen möchte ich gar nicht mehr halten, einfach weil ich mittlerweile weiß, wie wichtig es ist, die Menschen und ihre persönlichen Bedürfnisse zu kennen.

 

Wenn jemand von einem Problem berichtet, dem ich noch nicht begegnet bin, ist meine Vorgehensweise immer dieselbe:
Ich schlage in Fachbüchern nach, ich befrage das Internet, ich kontaktiere die Ärztin meines Vertrauens, und manchmal frag ich auch einen Physiotherapeuten, der mir gern weiterhilft, denn die Menschen in den Yogastunden erwarten, dass ich weiß, was ich da tu, dass es ihnen gut geht, wenn sie nach Hause gehen, und dass die Beschwerden eher besser als schlechter werden.
Und jedes Mal, wenn ich dann zu Hause sitze und nachlese und lerne, wundert es mich ein wenig, dass diese Probleme in Yogaausbildungen so wenig Platz bekommen, dass der Fokus viel zu sehr auf der eigenen Yogapraxis liegt, und dass wir Mythen weitergeben und Praktiken beibehalten, die rein fachlich gesehen einfach falsch sind und Menschen schaden können –
etwas das unleidige Aufrollen der Wirbelsäule nach einer Vorbeuge.
Hätte ich den verlinkten Artikel nicht gelesen, ich würde diese Übung noch immer selbst so machen und natürlich auch weitergeben, und vermutlich hätten die Yogi/nis mit Rückenleiden wenig Freude daran, vor allem an den Folgen.
Oder auch das Öffnen der Hüften, ein Ausdruck, der in Yogastunden gern verwendet wird, der aber irreführend ist, weil ein Öffnen der Hüfte bei vielen Menschen rein anatomisch gar nicht möglich ist.
Ach, und die Mär, dass wir Frauen während unserer Periode keine Umkehrhaltungen machen dürfen, weil das Blut sonst in den Bauchraum zurückfließt (wo es eigentlich nie war und was anatomisch nicht möglich ist), sollten wir endlich aus unseren Yogastunden verbannen – jede/r Gynäkolog/in wird bestätigen, dass das Quatsch ist. Solange sich eine Haltung gut anfühlt, darf sie auch gemacht werden …
bei Bauchschmerzen während der Periode fühlen sich Umkehrhaltungen aber oft nicht so klasse an, dann meidet frau sie eben, ganz einfach.
(Und sollte unerwarteterweise wirklich mal irgendwas an eine Stelle fließen, wo es nicht hingehört, dann kann unser Körper das schnell und einfach von dort entfernen. Meine Gynäkologin hat das bestätigt – und nicht nur sie.)

Mir ist natürlich klar, dass nicht jedes Krankheitsbild in einem Teacher Training angesprochen werden kann, aber ich finde es trotzdem sehr schade, wie wenig sich die Ausbildungen an neuen Erkenntnissen orientieren.
Stattdessen werden Mythen gelehrt, die mit den realen Gegebenheiten nichts zu tun haben, und damit meine ich gar nicht Dinge wie die Vorstellung von Chakras oder Prana, die zwar keine wissenschaftliche Basis haben, die aber eng mit der Yogatradition verbunden sind und recht einfach auf die Realität übertragen werden können, nein, ich meine faktisch falsche Dinge wie das Aufrollen der Wirbelsäule, mit denen ich meinen Yogi/nis wirklichen Schaden zufüge, selbst denen, die einen gesunden Rücken haben.

 

 

Wir sollten langsam darüber nachdenken, Teacher Trainings anders anzulegen –
und zum Beispiel nur Menschen zulassen, die auch wirklich selbst Yoga praktizieren, oder vielleicht ganz einfach eine Trennlinie ziehen zwischen Ich mache das YTT nur für mich und Ich möchte gerne unterrichten.
In meinem YTT wurde sehr viel Zeit damit verbracht, einzelne Asanas zu lernen – nicht, wie man sie lehrt, sondern wie man sie macht, einfach weil es einige gab, deren eigene Yogapraxis aus den Wochenenden des Teacher Trainings bestand. Die Anatomieeinheiten fanden dafür nur an wenigen Tagen statt, da musste ich sehr viel selber nachlernen.

Das ist natürlich ok so, ich lerne ja gerne selber nach und mache Workshops, aber manchmal, wenn ich im Unterricht stehe und jedem Anwesenden eine eigene Variation einer Haltung anbiete, weil es die körperlichen Gegebenheiten eben so erfordern, da wäre ich froh um eine genauere Grundausbildung. Einfach, weil nicht alle solche Streberinnen sind wie ich, weil wir uns endlich klar machen müssen, dass wir mit der Gesundheit von Menschen arbeiten, und dass diese eng verbunden ist mit dem Wissen, das wir haben –
oder eben nicht.
Ein Wochenend-Teacher Training kann vermutlich nicht einmal die Grundbegriffe vermitteln, geschweige denn eine fundierte Ausbildung bieten, und dennoch darf in Österreich jede/r Yoga unterrichten, ganz egal, was er oder sie gelernt hat.

#Funfact:
Wenn ich am Christkindlmarkt selbst gestrickte Hauben verkaufen möchte, brauche ich einen Gewerbeschein und muss bei der Wirtschaftskammer beweisen, dass ich stricken kann.
Wenn ich aber Yoga unterrichten möchte, brauche ich weder einen Gewerbeschein noch kontrolliert jemand, ob ich eigentlich weiß, was ich da tue – obwohl es um die Gesundheit der Menschen geht.

So richtig logisch ist das nicht, finde ich.

#Namaste!

 

Übrigens: #Selfcare soll keine Ausrede sein!

Vor ein paar Tagen hab ich über mein persönliches Feiertags-Selfcare-Programm geschrieben –
und warum das so wichtig ist.

Seitdem spülen mir die Algorithmen der sozialen Medien immer wieder Beiträge über Selfcare in meine Timesline, und ich muss mit Erstaunen feststellen:
Selfcare scheint für viele eine Art Ausrede zu sein.

Eine Ausrede dafür, Dinge nicht tun zu müssen …
eine Ausrede dafür, öfter mal faul zu sein …
eine Ausrede für alles, was einem gerade nicht so in den Kram passt.
Ich kann das jetzt gerade nicht, ich brauch eine Pause.

Doch das ist wahrlich nicht der Sinn von Selfcare, ganz im Gegenteil:
Selfcare gibt mir die Kraft, die ich im Alltag brauche.

(Denn wenn ich faul sein will, dann sag ich: Ich will jetzt faul sein.)

Als Working Mom von drei Kindern muss ich (wie viele andere Eltern auch) sehr oft Dinge tun, die mir nicht immer wahnsinnig viel Freude bereiten –
dauernd Wäsche waschen, täglich mehrmals kochen, aufräumen, putzen, verrückte Spiele spielen, hunderte Male den Zoo besuchen, die immer gleichen Bücher vorlesen, Wäsche verräumen, Hausaufgaben beaufsichtigen, oder wie aktuell gerade in aller Munde:
abends auf Halloween-Spaziergang gehen.
Dazwischen muss ich außerdem arbeiten, und dann ist da auch noch der Gatte, mit dem ich Zeit verbringen möchte.
Und ich hab Hobbies, und zwar einige.
(Manchmal frag ich mich eh, wie das alles klappt.)

Würde ich nicht täglich Wert darauf legen, Zeit für mich zu haben, ich würde durchdrehen.
Und ich gestehe:
Ich formuliere diesen Wunsch nach kinderfreier Mamazeit auch ganz offen und ehrlich:
Liebe Kinder, ich geh jetzt auf die Matte. Bitte gönnt mir eine halbe Stunde Yoga.
Werter Gatte, ich versinke jetzt eine Stunde in der Badewanne.
Ich möchte jetzt gern ein bisschen lesen, ja?

Der Vorteil dieser Art von Selfcare liegt klar auf der Hand:
Wenn’s drauf ankommt, bin ich zur Stelle, kann stundenlang im Zoo bleiben, kann wilde Kostüme schneidern, laufe mit Freude abends durch die Kälte und sammle Halloween-Süßigkeiten, oder widme mich intensiv der Aufzucht diverser Tierchen, die das Töchterlein zum Geburtstag bekommen hat (auch wenn ich sie nur halb so spannend finde wie sie selbst).

Selfcare ist nichts, was ich genau dann ins Spiel bringe, wenn mich etwas nicht freut, wenn ich schon kurz vorm Durchdrehen bin, nein, Selfcare hält mich davon ab, durchzudrehen –
so einfach ist das eigentlich.

Du findest das schwer?
Ich hab da ein paar Tipps für dich!

Meine Tipps für dich:

  •  Praktiziere Selfcare, bevor du das Gefühl hast, durchzudrehen!
  •  Versuche, System in deine Selfcare-Praxis zu bringen –
    übe etwa jeden Morgen, wenn die Kinder aus dem Haus sind, oder immer abends vor dem Schlafengehen.
  • Bau kleine achtsame Momente in deinen Alltag ein –
    genieße eine Tasse Kaffee mit allen Sinnen, geh für zwei Minuten vor die Tür und atme durch, oder halte einfach für ein paar Sekunden ganz aktiv inne.
    Kleine Dinge können so viel bewirken!
  • Und vor allem:
    Formuliere deine Wünsche!
    Du wirst sehen: Das klappt!

Gerade Kinder verstehen es, wenn Mama klar formuliert, dass sie Zeit für sich braucht, damit sie dann wieder voll da sein kann –
und wenn nicht?
Nun, dann sollten die lieben Kleinen das ganz dringend lernen.
(Es ist für Kinder nämlich viel angenehmer, wenn Mama oder Papa ihnen sagen, dass sie kurz eine Auszeit nehmen, als wenn Dinge, auf die sie sich freuen, nicht passieren, weil Mama oder Papa es jetzt gerade nicht schaffen.)

* * *

Nachtrag:
Ich weiß leider, wovon ich rede –
meine Mutter war nämlich so:
nie Lust auf irgendwas, immer eine Ausrede auf den Lippen, meist Ich bin müde oder Mich freut es jetzt nicht oder Das Wetter ist so schlecht.

Selfcare hat meine Mutter übrigens nie praktiziert –
im Nachhinein versteh ich also, warum ihr dauernd alles zu viel war:
Sie hatte praktisch keinen Ausgleich.
Ohne meinen Papa hätt ich wohl kaum was erlebt …
danke Papa!

Wenn du dich also das nächste Mal beschwerst, dass etwas, was dein Kind, dein Partner oder deine Partnerin sich wünscht, so anstrengend ist, dann versuch doch, dir deine Zeit besser einzuteilen. Das erfordert ein bisschen Übung und manchmal Kraft, denn ja, Zeit für sich selbst muss man sich nehmen …
aber ich verspreche dir:

Es lohnt sich!

*
Und noch ein Nachtrag:
Wenn du immer müde bist, immer antriebslos, immer irgendwie bedrückt, dann scheu dich nicht und such deinen Arzt oder deine Ärztin auf.
So toll Yoga und Achtsamkeitsübungen auch sind –
manchmal hilft das nicht mehr, manchmal bedarf es professioneller Hilfe.

Und vergiss nicht:
Dafür musst du dich nicht schämen!
<3

#namaste!

 

 

Mein Feiertagsprogramm oder: #Selfcare ist wichtig!

Viel zu selten nehmen wir uns die Zeit, auf uns selbst zu achen, uns zu hegen und zu pflegen, auf die Signale unseres Körpers zu achten und diese auch ernst zu nehmen.

Am heutigen Nationalfeiertag hab ich mir also für etwas sehr Wichtiges Zeit genommen:
für mich.

Die Kinder sind unterwegs, das Wetter ist traumhaft, und ich kann genau das machen, was ich gern mache.

Zuerst wurde der Garten auf den Winter vorbereitet, die letzten Kräuter wurden geerntet, und die verbleibenden Kapuzinerkresseknospen werden in Essig eingelegt –
eine Köstlichkeit!


Dann hab ich etwas übers Fermentieren gelernt, weil fermentieren eine meiner Leidenschaften ist –
Kombucha, Kefir und Co. sind aus meinem täglichen Speiseplan nicht mehr wegzudenken.
Übrigens:
Ein Mix aus Grüntee und Zitronenverbenentee, fermentiert zu Kombucha und dann kombiniert mit Zitrone und Basilikum, ist wirklich unglaublich lecker.


Danach war ich auf der Matte –
Yoga darf an meinem Tag auf keinen Fall fehlen.

Und heute Abend, wenn die lieben Kleinen dann im Bett sind, werd ich wieder an einem süßen Amigurumitier weiterhäkeln oder ein wenig stricken.


What a perfect day!

***

Was hast du heute für dich getan?

Vergiss nicht:
Etwas für dich selbst zu tun, hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern streichelt die Seele und hilft dir im Alltag.
Denn:

You can’t pour from an empty cup!

#Namaste!

Es war wunderbar! Kinderyoga eben.

Die heutigen vier Kinderyoga-Einheiten in einem Salzburger Kindergarten waren wirklich wunderbar.
(Kinderyoga-Stunden sind immer wunderbar, aber manchmal sind sie wunderbarer.)

Ich hatte für die heutigen Einheiten Yoga-Memory geplant, ein wunderbarer Weg, den Kindern spielerisch die Asanas in Erinnerung zu rufen und ihre Achtsamkeit zu schulen (und immer ein großer Spaß) –
aber ich hatte nicht mit so einer übergroßen Freude gerechnet.

In der ersten Einheit waren alle Kinder mit Begeisterung dabei, sie kannten alle Asanas und zeigten diese voller Stolz vor, ohne dass sie schauen mussten, was ich mache.
Am Ende riefen sie laut Namaste und waren traurig, dass es schon aus war.

In der zweiten Einheit setzte sich das Mädchen, das bisher nur daneben saß und zuschaute, ganz von selbst neben mich, drehte begeistert die Kärtchen um und machte sogar ein paar Asanas mit –
ich war so stolz, dass sie sich das heute getraut hat! (Und ich glaub, sie auch.)

In der dritten Einheit musste ich die Übung Wecker (hier sitzen die Kinder mit geschlossenen Augen ganz still und lauschen ihrem Atem) sogar abbrechen, weil sie so lange ruhig saßen, dass die Stunde plötzlich vorbei war. Sonst schaffen wir kaum eine halbe Minute, heute aber ging es wie von selbst.

Und in der vierten Einheit gab’s heut Kuschelalarm –
ein Mädchen drückte mich durchgehend, ein Junge massierte meinen Oberarm, zwischendurch bauten wir die Asanas ein, und als ein kleiner Blondschopf nach der Stunde den Raum verließ, warf er mir eine Kusshand zu und rief: Schön war’s heut!

*

Manchmal fragen mich Menschen, ob Kinderyoga nicht total anstrengend sei, weil Kinder ja generell anstrengend seien …
Quatsch!
Es ist wunderbar!

#Namaste!

 

worlds within.

sitting
breathing
listening
and smiling.

love
and peace
and calm
and stardust.

and the awareness that
there are worlds and worlds in all of us that we don’t know –
worlds that we need to discover with that overwhelming yes in our hearts.

thank you for making me aware.

jimmy

***

thank you, James Higgins, for that wonderful yoga class last friday, it was a pleasure!
can’t wait to yoga with you again!

and thank you, Michis Yoga, for making that wonderful evening possible!
<3

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Ein Geständnis – und eine Liebeserklärung.

Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch, und ein ebenso emotionaler –
eine manchmal schwierige Mischung.
Wieso?
Weil ich noch dazu mein Herz auf der Zunge trage und ebendieses Herz der Wahrheit und den Fakten verschrieben habe.

Nicht gerade einfach in Zeiten wie diesen, in denen Glauben und Spüren höher bewertet wird als Wissen und Fakten, und in denen jede/r meint, die eigene Meinung ist immer besser/gscheiter/toller/wichtiger als die des Gegenübers und übertrumpft sogar die Wissenschaft.

Als grundkritischer Mensch, interessiert an wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Auswirkungen auf unser aller Leben, tu ich mir gerade in der Yoga-Community manchmal ein wenig schwer, muss ich gestehen –
im Yoga geht es ja generell viel ums Spüren, das find ich auch richtig toll, weil es mich näher an mich selbst bringt, und das möchte ich auch gern weitergeben, weil das viele Menschen ein wenig verlernt haben, das sich-selber-Spüren, sich-selbst-Nahesein, zu erkennen, wer man eigentlich ist (oder wer man sein möchte) und dadurch ein besserer Mensch werden zu können …

aber für mich hat das alles Grenzen.

Wenn mir jemand erzählt, dass ein Kind erspüren kann, ob und welche Medizin es bekommen sollte, wenn es krank ist …
oder wenn mir jemand erklärt, die Gravitation könne es nicht geben, man spürt sie ja nicht, dafür wisse er, wie das damals mit dem Urknall war, sowas erkennt man in der Meditation, alle, die das nicht erkennen, sind noch nicht erwacht
oder wenn ich in den sozialen Medien lese, wie gerade in der Yoga-Community der Trend hin zur veganen Kinderernährung geht, zum Nicht-Impfen, zu Astrolog/innen als Ratgeber/innen, zu Flacherde-Theorien und Edelsteinen als Chakra-Reiniger, dann klappt das manchmal nicht so mit der inneren Seherin, die lächeln und einfach zusehen sollte, dann heult sie stattdessen laut auf und muss ihrem Unmut Luft machen.

Yoga ist wirklich eine tolle Sache –
Yoga entspannt Körper und Geist, kann vieles lindern und manches heilen, Yoga ist mein sicherer Hafen, mein Ich bin daheim, selbst wenn ich in einem fremden Land bin, Yoga holt mich auf den Boden zurück, wenn ich abzuheben drohe, und gibt mir die Kraft, die ich als berufstätige Mutter dreier Kinder brauche.

Doch eins ist für mich klar:
Yoga darf keine Ausrede sein, um krude Verschwörungstheorien zu verbreiten, der Wissenschaft Lebewohl zu sagen und sich selbst für einen besseren/schlaueren/tolleren Menschen zu halten, nur weil man eben Yoga macht.
Auch wenn man täglich mit Herz und Seele auf der Matte steht und meditiert, wenn man Patanjali liest und Räucherstäbchen mag, darf man weiterhin in Wissenschaftsmagazinen schmökern und Dogmen hinterfragen. Man darf trotzdem Fakten zu Dingen zeigen, die man halt einfach nicht erspüren kann (Stichwort impfen oder Urknall), und man darf sich im Krankheitsfall auch jemandem anvertrauen, der menschlichen Krankheiten und ihre Heilmethoden studiert und nicht nur erspürt hat.

Doch ein Diskurs ist meist kaum möglich:
Wissen scheint verpönt zu sein, Fakten werden einfach so geleugnet, Argumente mit einem Du bist halt noch nicht so weit vom Tisch gewischt –
und über allem, was die Wissenschaft erreicht und erforscht hat, steht plötzlich groß das, was Einzelne erspüren und als allumfassende Wahrheit verkaufen.
Schwierig.

Ich versuche jeden Menschen so zu akzeptieren, wie er oder sie eben ist –
ich erwarte das aber auch von meinem Gegenüber.
Wer öffentlich im Internet einen Aluhut trägt, muss damit rechnen, dass ihm jemand einen Spiegel vorhält –
Stichwort satya, die Wahrhaftigkeit.
(Und ja, ich weiß, es gibt verschiedene Wahrheiten für verschiedene Menschen – doch nicht für Dinge, die durch die Wissenschaft bewiesen sind, da gibt es nur eine Wahrheit, denn:
Wer etwa in der Meditation erkennt, dass die Erde eine Scheibe ist, irrt dennoch, auch wenn sich die eigene Wahrheit gut und wahr anfühlt.)

Dies soll also ein Aufruf sein:
ein Aufruf zur Rückbesinnung auf das, was unsere Vorfahren für uns erarbeitet haben, ein Aufruf zur Dankbarkeit für die Macht der Medizin, die uns ein vergleichsweise sorgloses und langes Leben beschert, ein Aufruf anzuerkennen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen, und dass es eben Menschen gibt, die diese Dinge besser wissen als wir.

Es ist nicht großartig, mit Unwissen zu prahlen –
aber es ist wahre Größe zugeben zu können, etwas nicht zu wissen.
Und das ist etwas, was ich wirklich auf meiner Yogamatte erkannt habe.

#Namaste!

 

 

Wie ich zum #Yoga gekommen bin.

Zehn Jahre sind es jetzt –
zehn Jahre, in denen Yoga eine mal kleine, mal größere Rolle in meinem Leben gespielt hat.

Begonnen hat alles während meiner zweiten Schwangerschaft:
Da hab ich das erste Mal Pilates ausprobiert, um fit zu bleiben, und weil es mit zunehmendem Bauchumfang immer schwieriger wurde, bin ich in den Yoga-Kurs gewechselt, der sehr ruhig und eher auf Meditation und sanftes Dehnen fokussiert war.
Nach der Geburt hab ich dann einiges daheim weitergemacht, mit der kleinen Maus im Arm, was sowohl sie als auch mich beruhigt und meinem Beckenboden in Rekordzeit zu alter Frische verholfen hat.
So ist es dann eine Zeit lang geblieben:
Ich hab Yoga-Kurse besucht, wenn ich gerade Lust dazu hatte, mehr oder weniger regelmäßig, hab daheim aber immer wieder mal versucht, mich an die Asanas zu erinnern, eigentlich immer dann, wenn es grad stürmische Zeiten in meinem Leben gab –
so ist das ja bei vielen Menschen.

Mein allererstes Yoga-Foto

Vor etwa drei Jahren wurden die Zeiten dann besonders stürmisch:
Meine Mutter, psychisch und physisch krank, übersiedelte von zu Hause in ein Pflegeheim Nahe Salzburg, wo ich sie (manchmal mit meinen Töchtern) natürlich recht oft besucht habe –
eine schwierige Angelegenheit, da eine Auswirkung ihrer Krankheit war, dass sie eigentlich jeden Menschen auf der Welt entsetzlich fand, allen voran ihre Tochter.

Nach Besuchen bei ihr war ich meistens völlig fertig, am Ende mit mir selbst und der Welt. Mehrere Male die Woche zu hören, wie doof und blöd man ist, macht das Leben nicht schöner –
meine Mutter nicht zu besuchen war aber auch keine Option.
Meistens hatte ich Stricksachen dabei und hab versucht, einfach nicht zuzuhören oder mit anderen Damen im Heim zu plaudern, manchmal kamen meine Kinder mit, weil sie dann abgelenkt war, manchmal aber saß ich da und musste mich wirklich zusammennehmen, um nicht laut loszuschreien.
Wieder zu Hause musste ich diesem Ärger natürlich Luft machen –
sehr zum Leidwesen meiner Familie.
So konnte es nicht weitergehen, weder für mich noch für meine Lieben.
Die Tatsache, dass meine Hochzeit bevorstand, die wir mit der Unterstützung lieber Freund/innen selber planten, machte den Stress keineswegs weniger –
und ich weiß jetzt:
So ein Hochzeitskleid in wenigen Wochen selbst zu nähen/häkeln ist auch kein Zuckerschlecken.

Also machte ich mich auf die Suche nach einem Yogastudio, das auf dem Weg zu meiner Mutter lag, und wurde auch schnell fündig –
der Beginn einer großen Liebe.
Ich legte die Besuche meiner Mutter so, dass ich direkt danach im Yogastudio einkehren konnte, und wenn das nicht klappte, rollte ich zu Hause meine Matte aus, yogierte zu einer Yoga-App oder Youtube-Videos –
und besuchte am nächsten Tag das Studio.

Eigentlich hab ich kein Wunder erwartet, aber dennoch eins erlebt:
Meine Stressanfälle wurden weniger, die teils harschen Worte meiner Mutter rückten zunehmend in den Hindergrund, es war einfacher zu erkennen, dass sie nicht aus echtem Hass so agierte, wie sie es eben tat, sondern der Krankheit wegen.
In der liebevollen Atmosphäre des Yogastudios war mein Stress schnell vergessen, kaum stand ich auf der Matte, war die Welt eine andere, auch dank all der entzückenden Yoginis, die mit mir yogierten –
und wunderbarerweise klappte das auch zu Hause, auf der heimischen Matte.

Vrksasana – toll für die Hüften

Innerhalb kürzester Zeit konnte ich mir ein Leben ohne Yoga kaum noch vorstellen, sowohl für meine geistige als auch meine körperliche Gesundheit –
denn mit jedem Lebensjahr geht es meinen Hüften weniger gut, das merk ich genau, schon ein Tag ohne Übungen für die Hüfte verschlechtert ihren Zustand enorm.

Und so geht das nun seit etwas mehr als drei Jahren ganz intensiv:
Yoga, mindestens jeden Tag, wenn nicht öfter, die Ausbildung zur Lehrerin, tägliches weiterlernen und einlesen, die Matte immer im Gepäck, egal wohin die Reise geht, und den Wunsch im Herzen, diese Liebe vollkommen undogmatisch an andere Menschen weiterzugeben –

ich will niemanden überreden, ich will nicht missionieren, keinem was aufzwingen, ich möcht nur zeigen, wie toll Yoga sein kann, auch wenn manch eine/r an der spirituellen Komponente nicht so interessiert ist, und ich möcht versuchen, ein bisschen mehr Achtsamkeit in den Alltag der Menschen zu bringen …
natürlich auch in meinen.

Einfach, weil Yoga ein tolles Werkzeug ist, mit all seinen Asanas, mit Meditation und Pranayama, ein Werkzeug, das für jede/n geeignet ist –
und ganz ehrlich:
Ihr braucht dafür weder Räucherstäbchen noch Haremshosen, das ist ein uraltes Klischee.

#Namaste!

***

Meine Mutter litt an Myotoner Dystrophie, gepaart mit einer daraus resultierenden Depression sowie einer schweren Soziophobie und einer extremen Hassliebe mir gegenüber –
kein leichtes Leben, weder für sie noch für uns als Familie.
2015 schlief sie friedlich in ihrem Lieblingssessel ein.

Ihr zu Ehren schrieb ich diesen Text, der im Adventkalender 2016 von mosaik veröffentlicht wurde.

Gehab dich wohl, wo auch immer du gerade bist.

 

 

 

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Aus der Reihe ‚Yoga mit dem Wheel‘: Richte den Blick nach innen!

Als ich das Yogawheel zum ersten Mal gesehen hab, hatte ich richtig Angst davor, muss ich gestehen.
Wunderhübsche Damen und Herren präsentierten sich in sexy Klamotten am Strand, vor sich ein Wheel, und machten damit nichts als Zirkuskunststücke:
Kopfstand, Handstand, Skorpion, einbeinig auf dem Wheel balancieren, zwei Wheels übereinander –
ich kam aus dem Staunen nicht heraus.

Aber das muss gar nicht sein:
Erst nach und nach hab ich erkannt, dass das Wheel viel mehr kann, und dass es mich mit meinen vielen kleinen Problemchen großartig unterstützt:
Es dient mir als Block, wenn gerade keiner greifbar ist, es unterstützt mich in Rückbeugen, ich benutz es auch, wenn ich Bakasana, die Krähe, übe –
und ja, auch für Handstand- oder Skorpion-Vorübungen ist es genial!

Je nachdem, wie ich üben möchte, setze ich das Yogarad als Unterstützung ein oder benutz es dazu, die Haltung fordernder zu machen.

Und manchmal, wenn meine Hüften knacken und meine Knie sich nicht in den Fersensitz pressen lassen wollen, dann setz ich mich einfach auf mein Wheel drauf, als wäre es ein Meditationshocker:

In dieser Position lässt es sich vortrefflich meditieren, der Rücken ist gerade, die ganze Haltung ist sthira und sukha, also stabil und leicht, ganz so, wie Patanjali in Vers 2.46 die Meditationshaltung beschrieben hat – sthira sukham asanam.

Natürlich ist das nicht genau die Haltung, die Patanjali im Sinn hatte, aber es ist meine Version davon, eine Variante, die vor allem Menschen mit Knieproblemen sehr zu schätzen wissen, gerade wenn es darum geht, länger in einer Haltung verweilen zu können –
denn das muss man ja in der Meditation.

Wenn du also dein Sitzkissen gerade nicht bei der Hand hast oder dein Meditationshocker nicht greifbar ist, nutz dein Wheel, um deine Haltung stabil und leicht zu machen und deinen Blick meditativ nach innen zu richten –
du wirst erstaunt sein, wie toll es sich darauf sitzt!

#Namaste!

*

Und nicht vergessen:
Wie bei allen Asanas gilt auch (und besonders!) mit dem Wheel:

Sei achtsam!
Überfordere deinen Körper nicht mit Haltungen, die er noch nicht kennt – vor allem, wenn du Anfänger/in bist!
Aktiviere Mula Bandha, deinen Beckenboden, und Uddiyana Bandha, in der Nähe deines Bauchnabels, indem du Beckenboden und Nabel sanft anspannst – aber nicht zuviel.
Wärme dich vor dem Üben mit dem Yogawheel gut auf – zuerst deinen ganzen Körper, etwa mit Sonnengrüßen oder einer sanften Praxis, gewöhne dann im Speziellen aber auch deine Wirbelsäule an das Wheel, etwa indem du sanft rollst und dich auf dem Rad einfindest.

Viel Spaß beim Yogieren!

Solltest du Fragen haben, meld dich einfach
oder komm mal vorbei!

#Namaste!

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