die sache mit den klischees. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

gestern bekam ich eine aufgeregte nachricht eines bekannten:
er habe gerade auf meiner facebook.seite gelesen, dass ich nicht an einhorn.fohlen.essenz glauben würde, und dann habe er sich auf meiner seite ein wenig umgesehen und festgestellt, dass ich auch impfen befürworten und mich nicht von chemtrails einschüchtern lassen würde.
und das, obwohl ich doch yoga.lehrerin sein möchte!

beim lesen dieser zeilen blieb mir kurz das lachen im hals stecken.
muss man denn sämtliche verschwörungs.theorien nicht nur glauben, sondern auch noch verbreiten, um als echte yogini zu gelten?
offenbar.
dabei hat sich yoga selbst doch schon längst von seinem rein esoterischen ruf befreit, dachte ich, wurde es doch wissenschaftlich erforscht und für gut befunden, und darf als anerkannte therapie.form wahrlich nicht mit unseriösen gefährlichkeiten verglichen werden.

ganz ehrlich:
nur weil ich yoga mache, glaub ich noch lange nicht an chemtrails.
(denn es gibt keine chemtrails.)
nur weil ich nach meiner yoga.praxis…

Ursprünglichen Post anzeigen 973 weitere Wörter

warum es wichtig ist, ehrlich zu sein. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

wer sich auf einem gebiet selb.ständig macht, kennt das folgende szenario:
man möchte all seinen freund/innen mit.teilen, dass man nun etwas neues macht –
und dass alle mit.machen können!

sei es, dass man ein buch geschrieben hat, das nun alle lesen können/dürfen/sollen, sei es ein kaffee.haus, das man eröffnet hat und in dem man möglichst oft all seine bekannten treffen möchte, oder sei es, dass man in einem yoga.studio verschiedene klassen ansagen darf und sich natürlich freuen würde, freund/innen dort zu treffen und ihnen die vor.züge dessen nahe zu bringen, was man selbst so liebt.

gerade gestern hab ich mit einer befreundeten autorin gesprochen, die vor einiger zeit ihr neues buch heraus.gebracht hat und natürlich von zeit zu zeit in ihren sozialen netz.werken die frohe kunde verbreitet –
und die exakt dieselbe beobachtung gemacht hat wie ich (und vermutlich viele andere):

alle, wirklich alle sind hellauf begeistert von dem werk…

Ursprünglichen Post anzeigen 703 weitere Wörter

es ist nicht alles yoga, wo #yoga drauf.steht. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

gestern war es so.weit:

der mindful triathlon in münchen ging über die bühne –
und ich war mitten.drin.
seit wochen schon hatte ich mich darauf gefreut, war abends laufen, damit ich die fünf kilo.meter einigermaßen lässig schaffe, hab viel yogiert, um die fünf.und.siebzig minuten vinyasa flow auch richtig genießen zu können –
und die dreißig.minütige meditation inmitten einer riesigen menschen.menge sollte ohnehin eines der high.lights werden.

das waren meine erwartungen.
gekommen ist es dann doch ein wenig anders …
aber so ist es eben mit den eigenen erwartungen.

***

am sonntag früh.morgens in münchen auf.wachen –
und mal nicht lange im bett liegen oder den wecker zu mehr.maligem snoozen zwingen, sondern sofort aus dem bett springen, sich wunder.bar fit und voller vor.freude fühlen.
ein toller start in den tag!

dann, nach einem leichten früh.stück und einer kleinen irr.fahrt rund um den olympia.park, endlich das gelände erreichen, zum check.in gehen, die…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.597 weitere Wörter

ich mach sicher nichts, was gut für mich ist. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

frau x hatte einen schlag.anfall – den zweiten in folge.
herr y leidet seit jahren an chronischen magen.schmerzen – stress ist der aus.löser, heißt es.
und auch die junge z, die erst am beginn ihres arbeits.lebens steht, tut sich schwer mit dem ab.schalten – und braucht mindestens zwei gläser sommer.spritzer, bevor sie entspannt sein kann.

was die drei eint?
ihr un.wille, sich selbst etwas gutes zu tun.
je schlechter es ihnen geht, umso mehr muten sie sich selbst zu –
noch eine extra.runde im fitness.studio, egal wie sehr die muskeln schmerzen, noch mehr alkohol, um die welt zu vergessen, besonders deftige kost, um wieder zu kräften zu kommen …
bloß keine pause entstehen lassen, immer gas geben, still.stand ist das ende, so der volks.mund.

aber der volks.mund hat nicht immer recht, ganz im gegen.teil –
der volks.mund hat in einer zeit das sprechen erlernt, die anders war als unsre heutige…

Ursprünglichen Post anzeigen 523 weitere Wörter

yoga ist irgend.wie auch nur ein business – aber ein schönes. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

yoga zu unterrichten ist groß.artig.

das studio auf.sperren, selbst einmal an.kommen, dann alles auf die ankunft der yogis und yoginis vor.bereiten, indirekte stimmungs.beleuchtung ein.schalten, sanfte musik aus.suchen, achtsame worte zum an.kommen wählen, asanas an.sagen und vor.zeigen, dann eine ruhige entspannung an.leiten, wieder achtsame worte wählen, alle aus der entspannung er.wecken –
und in strahlende gesichter blicken.
das ist mit sicherheit einer der schönsten jobs, die man haben kann.

die zeit verfliegt, es ist anstrengend und lustig und jedes mal wieder spannend –
denn man weiß nie, was kommt:
an manchen tagen plant man eine power.klasse, dann kommen die yogierenden und sagen:
och, können wir heute bitte was ruhiges machen, das wär toll!
also wirft man den plan kurzer.hand über bord und macht was ruhiges, bietet anstrengendere alternativen an, durchforstet den inneren yoga.plan nach entspannenden asanas und das i.phone nach der passenden play.list –
die menschen sollen die stunde ja…

Ursprünglichen Post anzeigen 437 weitere Wörter

let it go – lass einfach los. (#ytt) (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

loszulassen.
das bedeutet nicht immer, etwas nicht mehr anzugreifen, sondern hat oft einen tieferen sinn:

dinge loszulassen, die einem nicht gut.tun.
verhaltens.weisen loszulassen, die einem selbst oder anderen in irgendeiner form schaden.
das eigene ich loszulassen – und versuchen anzuerkennen, dass man selbst nicht immer der mittelpunkt des universums sein muss …
und es genau.genommen in keinem moment des lebens wirklich ist.

loszulassen kann ziemlich schwierig sein.
denn es bedeutet, dass man zuerst einmal erkennen muss, was man eigentlich festhält, ob es sinn macht, daran festzuhalten, und ob es einem nicht besser ginge, würde man nicht daran festhalten.
und das nicht nur im privaten bereich, sondern auch im beruflichen –
eigentlich immer.

doch dieses loslassen erfordert ein paar dinge, die viele nicht aufzubringen in der lage sind – oder es schlicht nicht wollen:
den nötigen willen, über sich selbst nachzudenken,
die erkenntnis, dass man selbst nur ein kleiner stein unter…

Ursprünglichen Post anzeigen 349 weitere Wörter