Vom ewigen Lernen

Ich bin ja eine Streberin. Schon immer gewesen. Lernen, das bedeutet für mich vor allem: etwas neues kennenlernen, spannende Fakten erfahren und, blöd gesagt, ein bissl schlauer werden.

Und weil gemeinsam lernen besonders schön ist, mach ich mit unserer Hündin seit Ende 2024 die Ausbildung zum Therapiehunde-Team.

Hier sieht man, wie wir das Einstiegsmodul gemeistert haben – da wurde getestet, ob Fenja geeignet ist. Ist sie, das wussten wir – Fenja ist extrem menschenfreundlich, duldsam und kuschelig.

Die ersten Prüfungen haben wir schon abgelegt, z.B. zum Thema „Gebehelfe und außergewöhnliche Bewegungsmuster“, etliche weitere folgen noch.

Wenn wir die zweitägige Abschlussprüfung bestehen, ist Fenja ausgebildete Therapiehündin – und darf mit zum Yoga, darf Lesehündin in Volksschulen sein und Senior:innen im Altersheim besuchen. Darauf freu ich mich wirklich sehr.

Hier kannst du Fenjas Abenteuer verfolgen. (Wir löschen gerade alle Instagramkanäle, deswegen gibt‘s für Fenja ein digitales Fotoalbum auf WordPress.)

Und vielleicht sehen wir uns mal mit ihr auf der Matte, Yoga findet sie nämlich super, schau mal hier: Yoga mit Fenja

Namaste.

Was das Leben so bereithält – ein Update.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, in denen ich nahezu täglich gebloggt habe – aus vielen kleinen Gedankenbausteinen wurden Texte, die mein Leben auf wundervolle Weise begleiteten.
Doch das Schreiben braucht Zeit … und die habe ich nicht immer.

Ich übe noch immer Yoga – mehrmals die Woche, meistens im Fitnessstudio nach einem Workout, manchmal zu Hause, wenn es gerade gut passt, aber nicht mehr so oft wie früher.
Was ich nicht mehr mache:
Mich auf die Matte zwingen, wenn es eigentlich gerade nicht so gut ins Leben passt. Ich merke noch immer, wie gut es mir tut – aber die Kraft gemütlicher Pausen wird tatsächlich unterschätzt.
(Ist das schon das Alter?)

Ich schreibe auch noch – aber ebenfalls nicht mehr so viel wie früher. Das hat ganz bestimmt mit dem Alter zu tun, denn:
Ich kann mich zwar noch immer über politische, gesellschaftliche oder soziale Themen aufregen, habe aber erkannt, dass diese Aufregung nichts bewirkt –
außer, dass ich mich aufgeregt habe.
Eine ziemlich angenehme Erkenntnis.

Die größte Veränderung der letzten Monate ist aber nach wie vor unsere Hündin Fenja:
https://www.instagram.com/p/Cv5O6unoCpl/?img_index=1

Wir sprechen im Yoga ja oft von Selbstreflexion, davon, wie wir uns selber erkennen sollten und an uns arbeiten müssen –
das Leben mit Hund hat mir aber ganz klar gezeigt:
Nichts hat mich je so zur Selbstreflexion gezwungen wie das Leben und vor allem das Training mit Hund.

Unsere Auslandshündin hat mich wahrlich auf die Probe gestellt –
angefangen von der Hundeangst, die ich überwinden musste, bis hin zum Alltag mit Hündin, der sich komplett verändert hat. (Zum Guten, das muss an dieser Stelle betont werden!)
https://www.instagram.com/p/CwpEktmNV9Y/?hl=de

Was aber wirklich herausfordernd war, war das intensive Hundetraining, das wir mit Fenja begonnen haben.
Die Erkenntnis, dass 90% der Probleme, die man mit dem Hund hat, vom Menschen ausgelöst werden, war anfangs erschütternd.
Mein Hund dreht bei Hundebegegnungen durch? Ich habe zu spät reagiert.
Meine Hündin kommt nicht zur Ruhe? Ich habe ihr diese Ruhe nicht vermittelt.
Ohne liebevoller, aber konsequenter Führung funktioniert nichts davon.

Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass Hundetraining generell für Menschen gut wäre –
vor allem für jene in Führungspositionen:
Nichts zwingt eine:n so zum Überdenken des eigenen Handelns wie ein Tier, von dem man gewisse Dinge erwartet, die es aber nicht versteht. Und warum?
Weil man falsch kommuniziert.

https://www.instagram.com/p/CvrKVXEIvqV/?hl=de

Mittlerweile ist aus unserer anfangs so verrückten Fellgurkn eine liebevolle, sehr soziale und folgsame Hündin geworden, die uns überall hin begleitet –
und die Zeit mir ihr ist so viel wertvoller als jeder Blogbeitrag …
so viel steht fest.

Ich werde natürlich weiterhin Worte zu Blog bringen –
aber falls nicht, dann bin ich gerade mit Fenja oder den Kindern unterwegs:
https://www.instagram.com/p/CswISQ0oCzU/?img_index=3

Alles Liebe.
Namaste!

*

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich von der aktuell so angesagten ‚bedürfnisorientierten‘ Erziehung nichts halte –
nicht bei Kindern, aber schon gar nicht bei Hunden.
Bedürfnisse werden natürlich berücksichtigt, absolut klar – wenn meine Hündin aber das Bedürfnis hat, einen anderen Hund zu attackieren, ein Kind anzubellen oder von mir davonzulaufen, dann unterbinde ich es.
Punkt.
Und ich bitte nicht darum, ich befehle – und erwarte, dass der Hund folgt.
Nur so kann Fenja überall mit dabei sein und an unserem Leben teilnehmen –
egal ob im Büro, im Lokal oder im Urlaub.

Bei Kindern ist das natürlich ein wenig anders –
aber auch hier gibt es Befehle, die gelten … etwa wenn es um Gefahrensituationen geht, oder schlicht um das Miteinander in der Gesellschaft.
Wenn eins meiner Kinder das Bedürfnis hat, in einem Lokal herumzulaufen oder zu schreien, ist das zwar vielleicht lustig, aber keine Option.

Warum ich das hierhin schreibe?
Weil ich die Diskussionen schon kenne.
:)



Ein ehrliches Update zu meiner #ZeroWaste-Liste oder: Ist das wirklich sinnvoll?

Plastikmüll ist mittlerweile überall, das Meer ist voll mit Plastik, Mikroplastik findet man mittlerweile sogar in Muttermilch –
all diese Schlagzeilen der letzten Jahre haben mich ebenso viele andere zum Nachdenken gebracht.

>> Woher kommt das ganze Plastik? Bin ich schuld daran? Was kann ich tun? 

Also hab auch ich vor einigen Jahren damit begonnen, Plastik aus meinem Leben weitgehend zu verbannen und das hier beschrieben –
ich hab versucht, dort etwas zu verändern, wo es halt möglich ist. Möglich scheint, denn die Wahrheit ist:
Nicht jede Alternative ist eine gute, eine gesunde, eine sinnvolle.

Deswegen berichte ich heute so ehrlich wie nur möglich von meinem Zero-Waste-Versuch –
und was davon übrig geblieben ist.

„Ein ehrliches Update zu meiner #ZeroWaste-Liste oder: Ist das wirklich sinnvoll?“ weiterlesen

Ein Jahr wie eine Ewigkeit oder: Was, schon ein Jahr?

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass ich hier das letzte Mal etwas veröffentlicht habe –
und ich weiß auch ganz genau, warum:
Zu viel ist passiert in diesem letzten Jahr, zu wenig Zeit ist geblieben für Dinge wie eigene Texte am Blog zu veröffentlichen, Yogaanleitungen zu schreiben, Themen zu finden, über die es sich zu schreiben lohnt. Irgendwie schade –
und irgendwie auch richtig großartig.

Denn die gewonnene Zeit habe ich in Dinge investiert, die mir viel bedeuten –
ich hab nach dem Wegfall aller Yoga-Kurse einen großartigen Job gefunden, ich habe viel Zeit mit der Familie verbracht, und fast noch mehr Zeit mit unseren neuen Familienmitglied:

https://www.instagram.com/p/CcvTVyft7st/

Fenja ist ein Tierschutz-Hund aus Bosnien, vermutlich ein Kokoni-Mix, sie begleitet uns jetzt seit etwas mehr als einem Jahr und ist nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag.
Sie begleitet mich an manchen Tagen in die Arbeit und sitzt gern mit mir auf der Yogamatte – besser geht’s nicht.

https://www.instagram.com/p/CdLW1sdo8dG/

Viel ist also passiert in diesen letzten Monaten –
was mich aber immer begleitet hat, war meine Yoga-Praxis und die Erinnerung an all die wunderbaren Yoga-Stunden.
Dafür bin ich noch immer dankbar.

#Namaste!

apropos!

danke!

sinn.wort.spiel.

schnellen schrittes hetze ich durch die innenstadt. gesenkter blick, der kopf voller gedanken. kaum nehme ich die menschen rund um mich wahr.
doch dann: ein freundliches hallo, wie geht’s dir? darf’s ein apropos sein?
ich blicke auf und erkenne jene verkäuferin, bei der ich schon seit jahren das apropos kaufe –
eine gut gelaunte dame, die mir stets ein lächeln ins gesicht zaubert. wie immer kaufe ich ihr ein exemplar ab, denn:
ich finde die idee einer straßen.zeitung toll, nicht nur für die beteiligten selbst, die dadurch perspektiven gewinnen, sich entfalten und kreativ sein können, sondern auch für menschen wie mich: menschen, die vom leben auf der straße wenig ahnung haben, von einem leben, das direkt neben unserem eigenen stattfindet und doch durch eine unsichtbare wand von uns getrennt zu sein scheint.
das apropos verbindet uns, ist spannende lektüre einerseits und bindeglied zwischen verschiedenen welten andererseits –
es ehrt mich…

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Aus alt mach neu – oder: 2021 fängt ja schon gut an.

Das neue Jahr beginnt so, wie das alte aufgehört hat:
mit einem coronabedingten Lockdown.
Während der Weihnachtsfeiertage ist dieser zwar nicht unbedingt aufgefallen, weil man ohnehin viel mit der Familie zu Hause war, dennoch ist wohl allen klar:
2021 wird so anders nicht werden.

Auch manch anderes hat sich im neuen Jahr nicht geändert:
Etwa die Tatsache, dass die Yogaszene noch immer extrem unwissenschaftlich agiert, noch immer so tut, als wäre Covid-19 eh nur eine harmlose Grippe (die übrigens gar nicht so harmlos ist), und noch immer nur nach außen esoterisch-spirituell ist, während es hinter der Fassade genauso menschelt wie überall anders auch.
Und noch immer empfinde ich das in der Yoga-Community als weitaus nerviger als im restlichen Leben, weil der Gegensatz zwischen der vermeintlich liebevollen und spirituellen Haltung und dem ganz normalen Ego, das wir alle in uns tragen, hier viel krasser erscheint.
Ein Beispiel gefällig?

Jemand schimpft in einer Yogagruppe auf Facebook über die Corona-Verordnungen der Regierung, die natürlich komplett lächerlich sind, weil Yoga stärkt ja das Immunsystem, und das gemeinsame Atmen ist superstärkend für die Lunge, wen interessieren schon Aerosole. Gemeinsam können wir dieses Virus (das es ja vielleicht eh nicht gibt, wer weiß das schon, oder hat es schon mal jemand gesehen?) einfach wegmeditieren, die Virologen haben ja keine Ahnung, und außerdem gibt es wirksame Globuli gegen diese Erkrankung, die eigentlich eh nur ein kleinerer Schnupfen ist. Die Maskenpflicht ist außerdem Körperverletzung, weil man die ganze Zeit die eigene Ausatmung wieder einatmet und dadurch das Gehirn schädigt, obwohl die Maske gleichzeitig nicht vor einer Ansteckung schützt, weil sie nicht dicht genug ist.
(Ich fasse hier zusammen, was ich in den letzten Wochen alles lesen musste, Zitate wie immer kursiv.)
Obwohl ich mir immer wieder vornehme, auf solchen Unsinn nicht mehr einzugehen (und deshalb so gut wie nie auf Facebook bin, weil es voll ist von Fake News und unwissenschaftlichem Unsinn), kann ich manchmal nicht anders: Ich muss antworten.
Irgendjemand muss doch dagegenreden, oder?

Ich mach das immer auf meine Art:
Leicht sarkastisch, aber nicht untergriffig, nett, aber dennoch klar –
und meistens frag ich nach, in welchem Modul des Yoga Teacher Trainings Virologie vorgekommen ist, da muss ich wohl gefehlt haben.
In den seltensten Fällen entwickelt sich eine Diskussion, meistens wird man als wissenschaftsinteressierte Yogalehrerin sofort persönlich angegriffen und bekommt böse Nachrichten (die ich dann nicht mehr so nett beantworte) –
die boshaftesten Nachrichten kommen übrigens immer von denen, die sich nach außen hin am Spirituellsten darstellen.
Die Yogawelt ist eben genauso eine Scheinwelt wie alle anderen
hier fällt es nur oft nicht so auf, weil es niemand wirklich sehen will.

Für 2021 habe ich mir deshalb vorgenommen, mich noch mehr als bisher von dieser scheinheiligen Blase fernzuhalten und weiterhin so zu agieren, dass ich mich abends noch im Spiegel anschauen kann –
und dass ich sowohl mich als auch meine älteren Yogi*nis vor einer Ansteckung mit dem Virus schütze.

Und ich möchte jenen, die hier mitlesen und mir nach diesem Beitrag wieder böse Nachrichten schicken, ein paar Dinge mit auf den Weg geben:

– Im Yoga geht’s um das Innen, wir richten unsere Aufmerksamkeit weg vom Außen.
Ich weiß, dass das nahezu unmöglich ist in unserer modernen Welt, und dass es – wenn überhaupt – nur in wenigen Augenblicken auf der Yogamatte (oder einer Bergspitze) gelingen kann, ich maße mir auch nicht an, so zu tun, als könnte ich das, nur nach innen zu blicken und das Außen einfach nur wahrzunehmen –
und ich rate das auch allen anderen Yogaunterrichtenden: Gesteht euch ein, dass auch ihr nur Menschen seid, mit allen Fehlern, die Menschen nun mal so haben. Niemand von uns ist ein echter Yogi, das wäre im Mitteleuropa des Jahres 2021 auch gar nicht möglich –
und ganz ehrlich: Ich möchte das auch gar nicht, viel zu sehr würde ich das Leben, meine Familie, all das Wunderbare im Außen vermissen.

– Yoga kann extrem esoterisch sein, oder auch gar nicht.
Das kommt auf die eigene Persönlichkeit an, auf das, was man erreichen möchte. Es gibt zum Beispiel Dutzende wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Meditation, dafür braucht man allerdings weder Mantras noch Mudras, und man muss auch keine indischen Urlaute chanten (man kann aber natürlich, wenn man möchte). Es gibt gute anatomische Gründe, während der Yogapraxis die Bandhas zu aktivieren, die esoterischen kann man einfach beiseite lassen. Und die Tatsache, dass ich nicht rein vegan lebe und geimpft bin, ändert nichts an meiner grundsätzlichen Yogapraxis.
Wir predigen im Yoga immer, dass wir nichts und niemanden beurteilen sollen (auch wenn das im Alltag weder möglich noch sinnvoll ist), und es ist großartig, wenn wir auf der Yogamatte sitzen und uns selbst einfach mal nicht mit Argusaugen beobachten, dennoch sind Beurteilungen wichtig: Etwa wenn es darum geht zu beurteilen, wie gefährlich ein neuer Virus ist, oder zu beurteilen, ob man als Yogalehrerin wirklich über das nötige Wissen verfügt, virologische Maßnahmen zu kritisieren.

– Was mir aber am wichtigsten ist, und damit möchte ich alle ansprechen, die sich in pseudowissenschaftlichen Kreisen herumtreiben und ihr oft gefährliches Unwissen auch verbreiten:
Wissenschaftliche Fakten sind nicht diskutierbar.
Viren gibt es, ganz egal, ob man sie sieht oder nicht, und ganz egal, ob das eigene Bauchgefühl das als stimmig empfindet, denn: Wissenschaftliche Fakten sind nicht immer logisch, der eigene Hausverstand reicht nicht aus für den wissenschaftlichen Diskurs. Ich lese gerne Bücher über Quantenphysik, über Quantenmechanik, ich beschäftige mich mit der Viele-Welten-Theorie und verehre Stephen Hawking (und neuerdings auch Florian Aigner, weil er Dinge so erklärt, dass man sie auch versteht, wenn man nur Kommunikationswissenschaft studiert hat) –
und ich habe erkennen müssen, dass viele Dinge, die uns umgeben und die wir oft nicht mal wahrnehmen, weit weg von logisch sind. Es reicht nicht, mal eben kurz in eine Thematik hineinzuspüren und dann eine Meinung dazu zu haben, sehr oft sollten wir uns auf die Expertise von (Überraschung!) Expert*innen verlassen. Und genau das haben wir verlernt.
Vielleicht tut es manchen weh zu erkennen, dass sie nicht alles wissen, aber das muss es nicht: Niemand kann alles wissen, dafür ist unsere Welt viel zu komplex. Genau deswegen gibt es Expert*innen auf verschiedenen Gebieten, wir müssen nur wieder lernen, diese zu erkennen und ihnen zu vertrauen.

Ich weiß zum Beispiel, wie Asanas aufgebaut sind und was sie für bestimmte Körperteile tun können, ich kann wunderbare Sauerteigbrote backen (weil das reine Chemie ist, und ich liebe Chemie), und ich weiß viel über Pressearbeit, Marketing und Kommunikation auf verschiedenen Ebenen –
aber ich habe nicht Medizin studiert, deshalb geh ich zum Arzt, wenn ich krank bin, ich bin keine Automechanikerin und keine Installateurin, deshalb vertraue ich auf Expert*innen, wenn das Auto oder die Wasserleitung kaputt sind, und ich bin keine Virologin, also maße ich mir auch keine Expertise in Sachen Viruserkrankung an.

Was ich mir vom Jahr 2021 wünsche?
Mehr Selbstreflexion, mehr Selbstkritik, mehr Vertrauen in die Wissenschaft und weniger pseudowissenschaftlichen Unsinn.
Geht das bitte, 2021?

Danke.

Ps.
Du suchst in den sozialen Medien nach echten Informationen? Dann schau doch zum Beispiel bei @pipettes.and.adventures oder @science_martin rein, da gibt’s verständliche Infos zu Corona und der Impfung. Auch wenn die faktenbasierten Posts in den sozialen Medien in der Unterzahl zu sein scheinen: Es gibt sie!

PPs.
Weil ich die ganze Corona-Sache wissenschaftlich angehe und deswegen nicht glaube, dass im Februar wieder Kurse starten werden, gibt’s auch weiterhin Online Yoga. So sehr ich mich auch auf meine Yogi*nis freue –
es wird noch dauern, bis wir uns wieder analog auf der Matte sehen werden.

Das alte Jahr geht zu Ende – und das ist gut so.

Schön war’s, sag ich normalerweise am Ende eines Jahres.
Schön war’s, dieses Jahr – was wir alles erlebt und gemacht haben, ganz wunderbar.

Heuer aber ist es anders.
Heuer haben wir wirklich viel erlebt, haben so viel Neues gemacht, wie kaum jemals zuvor, und trotzdem kann ich nicht aus vollem Herzen sagen, dass es schön war. Und obwohl ich ein optimistischer Mensch bin und den meisten Dingen etwas Positives abgewinnen kann, fällt es mir heuer schwer.
Dass im Frühling alle meine Kurse gestrichen und bis heute nicht mehr aufgenommen wurden? Nicht so toll.
Dass ich Yoga noch immer online unterrichten muss? Bedingt toll.
Dass es noch keine Aussicht auf Besserung gibt? Ganz besonders untoll.

Und die Tatsache, dass ich in den vergangenen Monaten erkennen musste, dass Eigenverantwortung, die Sorge um Mitmenschen und das Vertrauen in die Wissenschaft in Österreich quasi nicht mehr vorhanden sind, bereitet mir wirklich Kopfschmerzen.

In der Yoga-Community etwa gibt es noch immer haufenweise Menschen, die ernsthaft meinen, mit Weihrauch und Salbei den Virus wegräuchern zu können, die gegen die Impfung Stimmung machen und bei jedem Vollmond versuchen, mittels Massen-Meditation die Schwingungen des Virus zu verändern, damit er harmlos wird.
(Nein, das ist kein Scherz.)
Ich habe außerdem in persönlichen Gesprächen erkennen müssen, wie viele Menschen in meiner Umgebung an die wildesten Verschwörungstheorien glauben und diese auch bereitwillig weitergeben, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken –
Bill Gates will uns alle töten, die Nazis im Inneren der Erde wollen die Macht ergreifen, unter der Maske sammeln sich körpereigene Abgase, an denen wir alle sterben werden.
(Nein, auch das ist kein Scherz.)

2020 hat mir tatsächlich meinen Glauben ans Gute im Menschen genommen.

In all dem Wahnsinn um dieses Virus und all den anderen furchtbaren Dingen, die 2020 für uns bereithielt, war es wirklich schwer, nicht den Verstand zu verlieren, nicht durchzudrehen, nicht einfach das ganze Jahr zu verschlafen.

Also hab ich mich auf die positiven Seiten konzentriert –
auf die schönen Stunden im Home schooling, das bei uns wirklich gut funktioniert.
Auf den gemütlichen Urlaub im eigenen Wohnwagen, der es uns erlaubte, Abstand zu halten.
Auf das Band zwischen meinen Töchtern, das noch enger wurde, als es bisher schon war.
Auf den guten Kontakt zu meinem Sohn, der in diesen unruhigen Zeiten sein Studium in einer anderen Stadt begonnen hat.
Und auf die Tatsache, dass ich in einem warmen Zuhause mit Garten sitze, dass ich eine wunderbare Familie habe und deswegen ein Lockdown zwar lästig, aber keinesfalls deprimierend oder von Angst geprägt ist.

Dennoch habe ich mich dazu entschlossen, Yoga als Job wieder in den Hintergrund rücken zu lassen –
in den letzten Monaten hab ich so wenig Zeit wie noch nie auf der Matte verbracht, und ich weiß nicht einmal genau, warum. Es hat sich irgendwie nicht ergeben, unter anderem auch deshalb, weil mein heimisches Yogaeck plötzlich zum Arbeitsplatz wurde.

Ich werde also in den kommenden Wochen wie mittlerweile gewohnt Yoga online unterrichten und dann ab dem Frühling 2021 nur mehr einen Kurs halten –
alle anderen hab ich mittlerweile abgegeben.
Und dann hoffe ich, dass meine Leidenschaft fürs Yogieren wieder zurückkommt, das wäre schön.

Ich wünsche euch allen eine wunderbare Adventszeit, ich wünsche euch leuchtende Augen und Freude im Herzen, und ich wünsche euch die wunderbarste stillste Zeit des Jahres –
die können wir heuer wirklich gebrauchen.

Namaste!


Galerie

Online Yoga? So geht’s!

Aus aktuellem Anlass:
Ich eröffne wieder den virtuellen Yogaraum.

Machst du mit?

Sibl & Fenja

Da wir alle coronabedingt vorwiegend zuhause sind und das wohl noch eine Zeit lang bleiben müssen, hab ich mein Yogaangebot auf ein Onlineangebot umgestellt –
und das funktioniert wirklich super!
Die Teststunde hat ohne technischen Problem ganz einwandfrei stattfinden können, weitere werden folgen.

Damit die Teilname möglichst einfach ist, erklär ich dir heute, wie Live-Online-Yoga mit mir funktioniert:

  • Lade dir als erstes die kostenlose App Zoom Cloud Meetings auf dein Smartphone oder dein Tablet
    ODER öffne die Zoom-Seite auf deinem Computer.
  • Du musst dich in der App nicht anmelden oder registrieren, sondern drückst auf einem Meeting beitreten und gibst dann eine Reihe von Zahlen ein, die ich dir verrate (quasi dein Zutritsscode)
    ODER noch einfacher:
  • Du klickst auf den Einladungslink, den ich dir per Email oder Whatsapp-Gruppe vor dem Termin schicke.

Und schon öffnet sich unser Meetingraum in der App und wir sehen und hören einander.
(Der Meetingraum ist 10…

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Dear Alopecia – oder: Vom Haarelassen und drüber schreiben.

Genau ein Jahr ist es her, dass ich auf meinem Kopf eine kahle Stelle entdeckt habe –
und seitdem hat sich viel getan.

Ich hab gelernt, dass ich meine Haare lieber mag, als ich bisher dachte.
Ich hab auch gelernt, dass Haare nicht so wichtig sind, wie ich bisher dachte.
Und ich spüre noch mehr als sonst den Rückhalt in der Familie und von meinen Freund*innen.

Über diese kleinen Glatzen zu reden, war das Beste, was ich machen konnte. 
Die Reaktionen der Menschen sind emotional und wunderbar, sie helfen wirklich, wenn’s mal wieder Phasen gibt, in denen mir die Haare büschelweise ausgehen –
und ich hab wunderbare Menschen kennen lernen dürfen, zum Beispiel die furchtlose Chynna Webley, die seit ihrer Kindheit mit Alopecia areata bzw. universalis lebt.

Diese junge Frau hatte auch die Idee zu einem wunderbaren Projekt:
Menschen erzählen aus ihrem Leben mit dem Haarausfall und berichten in berührenden Briefen von ihren Gefühlen –
und ich darf Teil davon sein!

So schlimm diese Erkrankung und die psychische Belastung auch ist, so wunderbar sind die Chancen, die sich daraus ergeben –
Chancen zu wachsen, zu reifen, zu definieren, was wirklich wichtig ist im Leben.
Und dafür sag ich tatsächlich:
Danke!

* * *

Du möchtest die Briefe an die Alopezie lesen?

Hier (klick) findest du die pdf-Version davon!
Und hier (klick) kannst du dir die Briefe als eBook herunterladen.

Vielen Dank für dein Interesse!

Namaste!

Yogischer Intensiv-Workshop – was ist das eigentlich?

Für das kommende Herbstsemester darf ich eine yogische Intensiv-Workshopreihe planen –
falls uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.

Und weil ich ein paar Anfragen bekommen habe, was man sich darunter eigentlich vorstellen kann, werde ich versuchen, meine Ideen in Worte zu fassen.

In der yogischen Welt finden andauernd Workshops statt –
meist an Wochenenden, mehrere Stunden lang, zu verschiedenen Themen. Ich meld mich gern zu Workshops an, weil ich mir in relativ kurzer Zeit neues Wissen aneignen kann und nicht mehrmals die Woche zu yogischen Terminen pendeln muss –
das ist als berufstätige Mutter schlicht unmöglich.
Außerdem ist so ein Yoga-Workshop wie eine kleine Wellnessauszeit für mich, ich kann mich ein paar Stunden lang mit etwas beschäftigen, das ich wirklich gern mag, ohne Ablenkung, und tanke viel Energie – yogisch gesprochen: Prana – für den Alltag.
Manchmal sind es auch Fortbildungs-Workshops, bei denen ich mein Wissen vertiefen und neue Ideen für den Unterricht mitnehmen kann.
Und genau das ist das Ziel der Yoga-Intensiv-Workshopreihe.

https://www.instagram.com/p/B_X5HachgYu/

 

Die Workshops werden zweieinhalb Stunden dauern und ab Herbst 2020 vier Mal jeweils am ersten Samstag im Monat stattfinden.
Wir werden natürlich nicht zweieinhalb Stunden lang Yoga üben, sondern die Vormittage wirklich wie Workshops aufbauen:

  • Zu Beginn gibt es ein Ankommen, gemeinsames atmen und meditieren, und Sonnengrüße, um Körper und Geist auf den Workshop vorzubereiten.
  • Danach folgt etwas, das man in der yogischen Welt Satsang nennt: eine Art Gesprächsrunde, in der gemeinsam über Themen aller Art geplaudert, nachgedacht, philosophiert wird. Das müssen nicht unbedingt yogische Themen sein, es können in netter Runde auch Probleme des Alltags besprochen werden, oder Dinge, die an diesem Tag, in dieser Woche, persönliches Thema waren. Aber auch yogische Philosophie, Anatomie oder der korrekte Aufbau verschiedener Asanas kann und wird Thema sein.
  • Diese Gesprächsrunden bieten auch immer Platz für Fragen –
    Fragen zum Aufbau mancher Asanas, zum korrekten Atmen, zu Dingen, die im Yogaunterricht manchmal vorkommen und vielleicht nicht ganz klar sind.
  • Ein weiterer Teil dieser Workshopreihe wird Patanjalis Yogasutra sein, einer der Leitfäden durch die Welt des Yoga. In kleinen Ausschnitten werden wir ausgewählte Punkte des Yogasutra lesen und besprechen, weil sich dadurch viele Dinge, die im Yogaunterricht seltsam klingen, klären.
    Yoga ist ja nicht nur eine achtsame Art zu turnen, sondern hat eine lange philosophische Tradition, die zu verstehen einerseits den Blick auf die Welt verändert, andererseits aber auch die eigene Yogapraxis unterstützen kann. Davon abgesehen ist es wirklich spannend zu lesen, ich mag alte, philosophische Texte wirklich gern.
    Aber keine Sorge: Auch diese kleinen Yogaphilosophie-Einheiten sind wie von mir gewohnt unesoterisch, unreligiös und undogmatisch –
    sie sollen nur den Blick auf das yogische Ganze schärfen.
  • Außerdem werden wir in den Workshops einfache, aber wirkungsvolle Arten des Meditierens kennenlernen.
    Meditieren ist mittlerweile wissenschaftlich als wirksam anerkannt, trägt aber immer noch den Beigeschmack von esoterisch und viel zu kompliziert
    zu Unrecht, wie wir in den Workshops feststellen werden.
  • Natürlich werden wir auch in den Workshops Yoga üben –
    zu Beginn, zwischendurch, als Abschluss, aber anders als in den klassischen Stunden: Wir werden langsamer sein, genauer, achtsamer, wir werden neue Asanas und Variationen kennenlernen und die Haltungen so aufbauen, dass die anatomische Logik dahinter klarer wird.
  • Begleitet werden unsere yogischen Samstagstreffen von Yogi-Tee und ayurvedischen Kleinigkeiten zum Knabbern, von guter Laune und innerem Sonnenschein, und von gemeinsamer Zeit in netter Gesellschaft, die unser Innerstes zum Strahlen bringt.

https://www.instagram.com/p/B6il8PJB7fS/

 

Wer an dieser Intensiv-Workshopreihe teilnehmen möchte, muss nicht unbedingt in meine regulären Kurse gehen, sollte aber eine gewisse Erfahrung mit Yoga mitbringen –
im Gegensatz zu meinen Yoga für ALLE-Kursen ist die Workshopreihe nicht für Anfänger/innen ohne Yogavorkenntnisse geeignet.

Ich freu mich wirklich darüber, dass ich diese Möglichkeit bekomme und mit anderen Yoga-Begeisterten über das sprechen darf, was ich wirklich sehr gern habe
dass ich gern koche und Menschen mit Leckereien verwöhne, macht die Sache nur noch wunderbarer.

Vielleicht verbringen wir im Herbst ein paar Samstagvormittage miteinander –
ich würde mich darüber sehr freuen!

Alles Liebe!
Namaste!