Es muss nicht immer Zirkus sein. #KeepItSimple

Wenn ich morgens Kaffee trinke oder abends im Bett liege, scroll ich manchmal durch diverse Social Media Kanäle und schau mir Yogabilder und – videos an.

Vor allem Beiträge von Menschen, die mit dem Yogawheel arbeiten, haben es mir angetan –
doch in letzter Zeit finde ich verstärkt Beiträge, die zwar bewundernswert und wirklich toll sind, die mit Yoga aber nur mehr am Rande zu tun haben.
Hier ist etwa so ein Beispiel –
die Bilder und Videos sind ein Traum, kaum zu glauben, dass jemand wirklich sowas draufhat!

Ich merke aber verstärkt, dass die Menschen abwehrend reagieren, wenn ich das Yogawheel erwähne, und Dinge sagen wie:
Oh, das hab ich letztens auf Instagram gesehen, das ist viel zu arg, das kann ich sicher nicht.

Stimmt wahrscheinlich, ich kann das auch alles nicht. Und das, obwohl ich täglich auf meinem Wheel liege und damit yogiere.
Aber unter uns gesagt:
Das ist halt auch nicht das Yoga, das unsereins zu Hause macht.

Denn das ist High Level-Yoga, Profi-Yoga, vielleicht sogar eher Kunstturnen oder Akrobatik.
Bewundernswert, keine Frage –
aber sicher nicht das, was wir in Kursen oder daheim mit dem Wheel machen. Oder machen sollten –
immerhin kann man sich bei einigen dieser Kunststücke wirklich verletzen, wenn man sie einfach so zu Hause nachübt.

Die Yogapraxis auf dem heimischen Wheel sieht bei mir (und vermutlich den meisten anderen) eher so aus:

Ganz unspektakulär, dafür umso entspannender und eine große Unterstützung für viele Asanas. Und genau darum geht’s für mich, daheim und in den Kursen.
Yoga muss nämlich nicht spektakulär sein, Yoga steckt auch in den kleinen Dingen …
lasst uns diese Botschaft doch wieder in die Welt hinausschreien:

Keep it simple!

#Namaste!

Aus der Reihe ‚Yoga mit dem Wheel‘: Spann mal den Bauch an!

In den meisten Yoga-Stunden gibt es nach unzähligen Steh- und Balancehaltungen diesen einen Moment, wenn man sich endlich für die Drehhaltungen auf seine Matte setzen darf, sich erleichtert und glücklich auf Vorbeugen und Dehnungen freut, und der oder die Unterrichtende plötzlich sagt:
Und dann mach dich bereit für Navasana, das Boot.

Meist hört man dann ein kollektives Raunen und Ächzen, jede/r versucht, Mula Bandha und Uddiyana Bandha möglichst richtig zu aktivieren, macht sich geistig bereit auf die Anstrengung, die jetzt folgt –
und vor lauter Anspannung in den Bauchmuskeln vergisst manch eine/r auf die Haltung des Oberkörpers.

Dabei kann Navasana so wunderbar sein –
etwa, wenn man es mit dem Yogawheel übt:

Und so geht’s:
Setz dich auf deine Yogamatte, das Wheel liegt vor dir. Platziere nun achtsam beide Beine nebeneinander auf dem Wheel –
Vorsicht:
Dabei kippt das Rad leicht um!
Wenn die Beine stabil sind, richte deinen Oberkörper aus:
Achte auf Länge im Oberkörper, der Rücken sollte gerade sein, die Schultern sinken tendenziell eher nach hinten-unten, Mula Bandha und Uddiyana Bandha geben dir Stabilität. Verbinde die Haltung mit einer leichten Herzöffnung, richte den Blick etwas nach oben, präsentiere dem Himmel dein Herz.
Probier für dich aus, wie lange du diese Position mit ruhigem Atem halten kannst, und vermeide es, die Luft anzuhalten!
Wenn es nicht mehr geht, leg die Beine auf der Matte ab, entspanne –
und wiederhole die Übung.

Du kannst auch verschiedene Armhaltungen ausprobieren und die Arme etwa nach vorne strecken, wie in der klassischen Boot-Haltung:

Halte deine Wheel-Boot-Variation für einige Atemzüge, dann entspanne. Versuch, in die Haltung hineinzuspüren, zu erkennen, was dir Schwierigkeiten bereitet –
da du die Beine ablegen kannst, wird dir die Haltung leichter fallen, sodass du besser spüren kannst.
Nach und nach wird Navasana immer angenehmer werden, sodass du auf das Yogawheel als Unterstützung verzichten kannst –
und irgendwann bist du dann vielleicht soweit, dass du Variationen üben möchtest, die diese Haltung schwieriger machen.

Extra-Anstrengung gefällig?
Denn auch das geht mit dem Wheel –
und zwar so:
  

Platziere nur ein Bein auf dem Wheel, das andere liegt ausgestreckt auf deiner Matte. Richte deinen Oberkörper aus, denk an die Länge im Rücken und deine Bandhas, und heb dann das Bein, das auf der Matte liegt, ein Stück an. Verlier nicht die Ausrichtung des Oberkörpers, beweg aber dein Bein sanft auf und ab.
Versuch, möglichst ruhig weiterzuatmen, leg dann dein Bein achtsam wieder auf der Matte ab –
und wechsle die Seiten.
Wiederhole diese Übung einige Male –
und vergiss danach nicht, deinen Muskeln Entspannung zu gönnen!

Schon nach kurzer Zeit wirst du merken, dass dir das klassische Navasana im Unterricht oder deiner Praxis um einiges leichter fallen wird –
vielleicht auch deshalb, weil du mit dem Wheel für dich herausfinden kannst, wie du am besten in die Haltung kommst.

Und wie immer im Yoga gilt auch hier, besonders mit dem Wheel:
Sei achtsam!
Überfordere deinen Körper nicht mit Haltungen, die er noch nicht kennt – vor allem, wenn du Anfänger/in bist!
Aktiviere Mula Bandha, deinen Beckenboden, und Uddiyana Bandha, in der Nähe deines Bauchnabels, indem du Beckenboden und Nabel sanft anspannst – aber nicht zuviel.
Wärme dich vor dem Üben mit dem Yogawheel gut auf – zuerst deinen ganzen Körper, etwa mit Sonnengrüßen oder einer sanften Praxis, gewöhne dann im Speziellen aber auch deine Wirbelsäule an das Wheel, etwa indem du sanft rollst und dich auf dem Rad einfindest.

Ich wünsch dir ent.spannende Stunden mit dem Wheel –
wenn du Fragen hast, meld dich einfach!

Ich freu mich auf dich!
#Namaste!

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Aus der Reihe ‚Yoga mit dem Wheel‘: Richte den Blick nach innen!

Als ich das Yogawheel zum ersten Mal gesehen hab, hatte ich richtig Angst davor, muss ich gestehen.
Wunderhübsche Damen und Herren präsentierten sich in sexy Klamotten am Strand, vor sich ein Wheel, und machten damit nichts als Zirkuskunststücke:
Kopfstand, Handstand, Skorpion, einbeinig auf dem Wheel balancieren, zwei Wheels übereinander –
ich kam aus dem Staunen nicht heraus.

Aber das muss gar nicht sein:
Erst nach und nach hab ich erkannt, dass das Wheel viel mehr kann, und dass es mich mit meinen vielen kleinen Problemchen großartig unterstützt:
Es dient mir als Block, wenn gerade keiner greifbar ist, es unterstützt mich in Rückbeugen, ich benutz es auch, wenn ich Bakasana, die Krähe, übe –
und ja, auch für Handstand- oder Skorpion-Vorübungen ist es genial!

Je nachdem, wie ich üben möchte, setze ich das Yogarad als Unterstützung ein oder benutz es dazu, die Haltung fordernder zu machen.

Und manchmal, wenn meine Hüften knacken und meine Knie sich nicht in den Fersensitz pressen lassen wollen, dann setz ich mich einfach auf mein Wheel drauf, als wäre es ein Meditationshocker:

In dieser Position lässt es sich vortrefflich meditieren, der Rücken ist gerade, die ganze Haltung ist sthira und sukha, also stabil und leicht, ganz so, wie Patanjali in Vers 2.46 die Meditationshaltung beschrieben hat – sthira sukham asanam.

Natürlich ist das nicht genau die Haltung, die Patanjali im Sinn hatte, aber es ist meine Version davon, eine Variante, die vor allem Menschen mit Knieproblemen sehr zu schätzen wissen, gerade wenn es darum geht, länger in einer Haltung verweilen zu können –
denn das muss man ja in der Meditation.

Wenn du also dein Sitzkissen gerade nicht bei der Hand hast oder dein Meditationshocker nicht greifbar ist, nutz dein Wheel, um deine Haltung stabil und leicht zu machen und deinen Blick meditativ nach innen zu richten –
du wirst erstaunt sein, wie toll es sich darauf sitzt!

#Namaste!

*

Und nicht vergessen:
Wie bei allen Asanas gilt auch (und besonders!) mit dem Wheel:

Sei achtsam!
Überfordere deinen Körper nicht mit Haltungen, die er noch nicht kennt – vor allem, wenn du Anfänger/in bist!
Aktiviere Mula Bandha, deinen Beckenboden, und Uddiyana Bandha, in der Nähe deines Bauchnabels, indem du Beckenboden und Nabel sanft anspannst – aber nicht zuviel.
Wärme dich vor dem Üben mit dem Yogawheel gut auf – zuerst deinen ganzen Körper, etwa mit Sonnengrüßen oder einer sanften Praxis, gewöhne dann im Speziellen aber auch deine Wirbelsäule an das Wheel, etwa indem du sanft rollst und dich auf dem Rad einfindest.

Viel Spaß beim Yogieren!

Solltest du Fragen haben, meld dich einfach
oder komm mal vorbei!

#Namaste!

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Aus der Reihe ‚Yoga mit dem Wheel‘: Lass den Kopf nicht hängen!

Es gibt diese Tage …
… da schleppen wir uns auf die Yogamatte, sitzen dort eine Weile, wissen aber nicht genau, was wir jetzt tun sollen, und bleiben einfach in Stille sitzen.
… oder wir verzweifeln, weil manch eine Asana nicht und nicht klappen will, sei es, weil unser Geist noch nicht bereit ist, oder weil unser Körper sie einfach nicht ausführen kann.
… oder wir haben eine anstrengende Praxis hinter uns, möchten aber noch nicht in Savasana versinken, sondern zuvor nochmal tief durchatmen, in uns hineinhören, nachspüren.

Bisher hab ich mich in solchen Momenten in den Fersensitz gesetzt, manchmal auch in Sukhasana mit vielen Unterstützungen, damit meine Hüften mitspielen, und versucht, mich zu entspannen –
es muss ja nicht immer eine anstrengende und fordernde Yoga-Praxis sein.

Letztens aber hab ich etwas Anderes probiert und dabei was Tolles entdeckt:
Ich hab mich einfach auf mein Yogawheel gelegt und bin ein wenig hin und her gerollt, einfach, weil es entspannend und angenehm ist.
Ich hab die Beine gestreckt, meinen Kopf nach unten sinken lassen, bin wieder zurückgerollt, hin zu Pflug und Kerze, und hab das alles ein paar Mal wiederholt –

und als Ausgleich nach all den Rückbeugen hab ich dann, ohne viel nachzudenken, meine Fußsohlen ähnlich wie in Baddha Konasana aneinandergelegt, den Kopf auf dem Wheel platziert, die Augen geschlossen und ein paar tiefe Atemzüge genommen …

und es war großartig!

Lass den Kopf nicht hängen!

Mein Rücken war entspannt und fühlte sich gut an, weil die extrem sanfte Vorbeuge ein toller Ausgleich zu den Umkehrhaltungen war, genau richtig in diesem Moment. Meinen Kopf konnte ich sanft auf dem Wheel betten, anstatt ihn halten zu müssen oder hängen zu lassen, was dem Nacken oft zusätzlichen Stress bereitet. Mein Atem war tief und ruhig, ohne dass ich etwas erzwingen musste.

Ich weiß gar nicht, wie lange ich so auf der Matte gesessen bin, einfach weil es so entspannend war. Seitdem schätze ich diese Haltung sehr, vor allem nach Umkehrhaltungen oder Rückbeugen, wenn ich zwischendurch eine sanfte Ausgleichshaltung brauche.
Oder einfach so, wenn ich fünf Minuten Ruhe auf meiner Matte suche, um kurz dem Alltag zu entfliehen.
Das Wheel ist also auch wunderbar zum Entspannen –
oder um ein wenig Spaß zu haben.

Und auch Spaß muss manchmal sein.

Aber bitte denk immer daran:
Wie bei allen Asanas gilt auch (und besonders!) mit dem Wheel:
Sei achtsam!
Überfordere deinen Körper nicht mit Haltungen, die er noch nicht kennt – vor allem, wenn du Anfänger/in bist!
Aktiviere Mula Bandha, deinen Beckenboden, und Uddiyana Bandha, in der Nähe deines Bauchnabels, indem du Beckenboden und Nabel sanft anspannst – aber nicht zuviel.
Wärme dich vor dem Üben mit dem Yogawheel gut auf – zuerst deinen ganzen Körper, etwa mit Sonnengrüßen oder einer sanften Praxis, gewöhne dann im Speziellen aber auch deine Wirbelsäule an das Wheel, etwa indem du sanft rollst und dich auf dem Rad einfindest.

Ich wünsch dir viel Freude in deiner Yogapraxis!
Wenn du Fragen hast, schreib mir doch
oder komm mal in einen Wheel-Workshop!

#Namaste!

 

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Aus der Reihe ‚Yoga mit dem Wheel‘: Hoch das Bein!

Salamba Sarvangasana, der gestützte Schulterstand, wird wegen der vielen positiven Auswirkungen auf den Körper auch gern die Mutter aller Asanas genannt.
Der gestützte Schulterstand aktiviert die Durchblutung, entlastet die Beine und die Organe, stimuliert den Hormonhaushalt und kann dabei helfen, die Atemwege zu befreien. Außerdem hat diese Asana eine positive Wirkung auf die Verdauung, kann bei Krampfadern helfen und (richtig geübt) durch die Dehnung Nackenverspannungen lösen.
Der gestützte Schulterstand verbessert außerdem das Selbstwertgefühl, regeneriert das Prana und baut neue Energien auf.

Auch die sanfte Version davon, Viparita Karani, bei der die Beine an einer Wand und der Po auf einer Decke liegen, ist toll –
sie entspannt auch bei Bluthochdruck oder während der Menstruation, also immer dann, wenn man aufpassen muss und vom Schulterstand lieber Abstand nehmen sollte.

Ruhe für Körper und Geist
Umkehrhaltungen beruhigen den Geist, was gerade abends und/oder bei Schlafstörungen sehr hilfreich sein kann –
oder wenn man wie ich mit dem Restless Legs Syndrom zu kämpfen hat.
Außerdem kann es toll sein, mal den Blickwinkel zu ändern –
es muss gar kein Kopfstand sein, manchmal reicht es schon, die Zehen über dem Kopf zu sehen und zu wissen:
Es geht auch andersrum!

Umkehrhaltungen bergen aber auch Risiken, deshalb an dieser Stelle:

Achtung!
Während der Periode und Schwangerschaft sollte man auf Umkehrhaltungen verzichten, ebenso bei Nacken- oder Netzhautproblemen, bei Bluthochdruck sowie bei einigen Herzkrankheiten. Sprich am Besten mit deinem Arzt/deiner Ärztin darüber und informiere deine/n Lehrer/in, wenn du trotzdem die Beine in den Himmel strecken möchtest, damit er/sie dich bestmöglich dabei unterstützen kann!

Wenn du sicher bist, dass du gefahrlos Umkehrhaltungen üben kannst, dann probier den sanften Schulterstand doch mal auf einem Yogarad.
Vor allem für all jene, denen der gestützte Schulterstand schwer fällt, weil sie die Beine nicht gerade nach oben strecken können oder weil das Gewicht des eigenen Körpers zu sehr in den Händen lastet, ist die Version auf dem Wheel eine tolle Option, die so aussieht:

Gestützter Schulterstand

Und so geht’s:
Setz dich an den vorderen Rand deiner Matte und platziere das Wheel hinter deinem Rücken, etwa in Höhe deiner Brustwirbelsäule. Leg dich darauf und roll ein paar Mal auf und ab, um dich auf dem Wheel einzufinden.
Vergiss nicht, deine Bandhas zu aktivieren, sie geben dir Stabilität!
Roll dann weiter nach hinten, bis dein Kopf sanft die Matte berührt und bleib kurz in dieser Position. Denk wieder an deine Bandhas und roll sanft weiter nach hinten ab, bis auch deine Schultern auf der Matte aufliegen. Greif währenddessen mit deinen Händen das Wheel, damit es nicht unter deinem Po herausrollt, und finde dich in der Haltung ein:
Dein Nacken ist entspannt und liegt nicht auf der Matte auf, nur dein Hinterkopf und die Schultern berühren die Matte, dein Kinn hebt sich leicht vom Brustkorb weg. Deine Hände greifen von außen das Rad, so positionierst du deine Schultern besser und öffnest deinen Herzraum noch ein wenig mehr. Das Wheel liegt sicher unter deinem Kreuzbein, deine Beine ragen vertikal nach oben Richtung Himmel, dein Atem fließt ruhig und gleichmäßig. Du kannst für dich entscheiden, ob du deine Füße flexen oder die Zehen Richtung Himmel strecken möchtest – oder vielleicht sogar abwechseln.

Hier siehst du im Schnelldurchlauf, wie ich das mache:

Wenn dir diese Haltung zu fordernd ist oder du das Gefühl hast, die Beine nicht mehr länger gerade nach oben strecken zu können, dann lass sie ein Stück weit nach unten sinken, zu Ardha Sarvangasana, dem halben Schulterstand –
hier ist es wichtig, dass du das Yogarad wirklich nicht loslässt, weil es sich sonst verselbständigt und du auf die Matte fällst. Achte auch hier wieder auf deinen Nacken und atme entspannt weiter.
Und spür in deinen unteren Rücken, denn der wird diese Haltung lieben!

Wenn du die Haltung verlassen möchtest, lass deine Beine achtsam hinter deinen Kopf sinken, zu Halasana, dem Pflug, roll dann mit deinen Händen langsam das Wheel ein Stück weit die Matte entlang, weg von deinem Po, komm aus Halasana zurück, stell deine Beine auf der Matte ab, lass die Knie gegeneinander sinken und spür nach.
Schließ für einen Moment die Augen, lass deinen Atem fließen, und streck dann die Beine zu Savasana.

Ardha Sarvangasana – der halbe Schulterstand

Denk aber bitte daran:

Wie bei allen Umkehrhaltungen gilt auch (und besonders!) mit dem Wheel:
Sei achtsam!
Überfordere deinen Körper nicht mit Haltungen, die er noch nicht kennt – vor allem, wenn du Anfänger/in bist!
Aktiviere Mula Bandha, deinen Beckenboden, und Uddiyana Bandha, in der Nähe deines Bauchnabels, indem du Beckenboden und Nabel sanft anspannst – aber nicht zuviel.
Wärme dich vor dem Üben mit dem Yogawheel gut auf – zuerst deinen ganzen Körper, etwa mit Sonnengrüßen oder einer sanften Praxis, gewöhne dann im Speziellen aber auch deine Wirbelsäule an das Wheel, etwa indem du sanft rollst und dich auf dem Rad einfindest.

Wenn du Fragen hast, meld dich einfach, ich helf dir gern weiter.
Oder komm mal zu einem Wheel-Workshop und lern mit mir die Basics von Yoga mit dem Wheel.

Ich freu mich darauf, mit dir zu üben!
#Namaste!

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Im Yoga die eigene Seele verkaufen? Nein danke.

Wer Yoga unterrichten möchte, braucht einen gewissen Hang zur Selbstdarstellung –
immerhin steht man ja vor Menschen, quasi auf einer kleinen Bühne, jede Bewegung wird von unterschiedlich vielen Augenpaaren begleitet, und meist trägt man auch noch enge Leggings, während man mit einem Lächeln im Gesicht Haltungen vorzeigt und sanfte Anweisungen gibt.
Alles, was man sagt und tut, wird beobachtet, oft auch bewertet.
Das muss man mögen –
oder es zumindest ertragen lernen, sonst wird jede Unterrichtseinheit zur Tortur.

Ich gebe zu, ich mag das –
beruflich stand ich schon des öfteren im Rampenlicht, Lampenfieber kenne ich nicht, ich fühle mich auch wohl, wenn mich Menschen ansehen und ich ihnen etwas erklären darf oder soll, das finde ich schön, denn man bekommt so vieles zurück, das den Stress und die Aufregung wiedergutmacht.

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel beim Park-Yoga

Ich habe für mich auch entschieden, dass es mich nicht stört, Fotos von mir zu posten –
wer mal beim Fernsehen gearbeitet hat, der verliert die Angst, dessen Hemmschwelle sinkt, denn:
Es sind nur Fotos.
Und nur Fotos von mir.
Meine Familie nehme ich da aus, sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder.

Fotos können tolle Werbeträger sein, sie lassen sich kunstvoll gestalten und bilden so auch eine Erinnerung an ganz besondere Momente:

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel im Schnee

Das ist gut für mich, gut für alle, die sich über mich informieren wollen, und natürlich für all jene, die Anregungen oder Inspirationen suchen.

Doch auch meine Offenherzigkeit hat Grenzen.
Ich überprüfe etwa ganz genau, was ich von mir wo poste, welche Angaben ich mache –
und in Sachen Yoga überlege ich auch immer, ob das für mich stimmig ist.
Selbstdarstellung gut und schön –
wenn ich für mich aber das Gefühl habe, dass es nicht passt, dann lasse ich es.

Ich hab schon in jungen Jahren einige Werbeverträge abgelehnt, weil das zu bewerbende Produkt mir nicht gefallen hat und ich deshalb auch nicht für Geld sagen wollte:
Super Sache, kauf das!
Das ist vielleicht blöd, weil Werbeverträge wirklich gutes Geld einbringen –
aber ich hab wahrlich keine Lust darauf, meine Seele zu verkaufen.
Wenn ich sehe, wie Menschen des Geldes wegen Parteien unterstützen, die sie niemals wählen, Artikel anpreisen, die sie nicht kaufen würden, dann macht mich das traurig –
vor allem, weil ich den Glauben daran verliere, dass der- oder diejenige wirklich hinter dem steht, was er oder sie tut.

Wenn es von einem Menschen mehr teure Merchandisingartikel gibt, als man zählen kann, wenn jede Chance auf noch mehr Geld genutzt wird, egal was dabei herauskommt, dabei aber das in den Hintergrund tritt, was eigentlich an vorderster Stelle stehen sollte, dann stimmt für mich etwas nicht.
Und das gilt für Schauspieler/innen genauso wie für Musiker/innen oder Yogalehrer/innen –
wenn auch vielleicht für Yogi/nis mehr als für andere:
Sollten nicht gerade wir danach streben, die yamas und niyamas in unser Leben zu integrieren, und wenigstens versuchen, uns auf die inneren Werte zu konzentrieren und Äußerlichkeiten in den Hintergrund treten zu lassen?

Auch wir Yogalehrer/innen brauchen Geld zum Leben, klar, da unterscheiden wir uns in keinster Weise von anderen Menschen.
Allerdings drängt sich dann die Frage auf:
Will ich für noch mehr Geld ein Stück meiner Seele verkaufen?

Für mich ist die Antwort ganz klar:
Nein danke. 

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

Namaste!

 

 

 

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