Einfach ehrliches Yoga, ohne jeglicher Zauberei.

Wer sich dazu entschließt, Yoga zu unterrichten, muss sich erst einmal fragen:

Was für eine Art von Yoga möchte ich unterrichten?

Wie möchte ich den Menschen vermitteln, dass Yoga toll ist – gerade ich, der unesoterischste Mensch, den ich kenne?!
Ständig sagen mir die Leute:
Dass gerade du Yoga unterrichtest, du magst doch Esoterik nicht.
Oder:
Yoga ist mir zuviel Shanti shanti …
was auch immer das bedeuten soll. Denn Yoga an sich ist weder esoterisch, noch hat es was zu tun mit Gesangsübungen in fremder Sprache.
Ich war also selbst ein bisschen unsicher, was ich auf all diese Fragen eigentlich antworten soll.

Gestern abend auf meiner Yogamatte jedoch hatte ich dann auf einmal den ganz klaren Gedanken:
Ich möchte bloß ehrlich sein.

Yoga ist gut für Körper und Geist –
unzählige Studien beweisen das mittlerweile.
(Ja, andere Studien beweisen das Gegenteil, das ist mir klar, aber diese Studien beziehen sich meist darauf, dass etwa Anfänger/innen versuchen, sich in den Skorpion zu drücken und sich dabei verletzen … was mir immer im Herzen weh tut. Drum kämpf ich auch für Yoga ohne Ego, denn:
Wer nicht aufrecht im Berg stehen kann, braucht an den Kopfstand nicht zu denken.)

Sich yogisch zu bewegen, den Geist zu beruhigen und sich selbst einfach mal eine Auszeit zu gönnen – das ist für mich Yoga.
Ich bin auch keine Yoga-Therapeutin … dafür gibt es andere.
Wer also mit schweren Verletzungen zu kämpfen hat, der sollte lieber ausgebildete Therapeut/innen aufsuchen, die eine jahrelange Ausbildung in Sachen Anatomie hinter sich haben.
Mir und dem eigenen Körper zuliebe.

Auch Meditation ist toll für uns –
nicht umsonst meditieren Spitzensportler/innen und Top-Manager/innen täglich.


Meditieren hat aber nichts mit Räucherstäbchen zu tun, man muss nicht unbedingt still sitzen, Mantras singen oder verschiedenste Sanskrit-Silben summen, von denen man nicht einmal weiß, was sie bedeuten.
Man kann auch unter einem Baum liegen und mit geschlossenen Augen das Gras spüren.
Oder sich auf der Matte einkuscheln und einfach mal in sich hineinhören.
Das tun wir nämlich viel zu selten, obwohl es so gut tut – es zahlt sich wirklich aus, das mal zu probieren.
Ohne Druck, ohne ‚das muss genau so sein‘, einfach zur Ruhe kommen und für wenigstens ein paar Minuten den Alltag vergessen.
Ich versprech euch: Das ist genial!

Für mich zum Beispiel ist auch Stricken Meditation –
der Geist ist vollkommen frei von Gedanken, ich seh nur, wie die Maschen sich vermehren und bin ganz bei mir.
https://www.instagram.com/p/BQsnCwRDjsV/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Ich möchte aber auch ehrlich sein in der Art, wie ich mein Yoga präsentiere.
Detox Flow?
Braucht kein Mensch – das klingt vielleicht gut und ist gerade ein Trend in Sachen Wellness  –
aber in unserem Körper gibt es keine Gifte, die man mit ein paar Drehhaltungen entfernen könnte.
(Und das ist gut so, wir würden sonst relativ schnell sterben, es macht ja nicht jede/r Yoga oder wöchenliche Detox-Kuren.)
Drehhaltungen sind toll, keine Frage, ich liebe sie vor allem, weil sie oft so fordernd sind, sie haben mit ‚Detox‘ aber nichts zu tun.

Und ich muss gestehen: Ich halte auch wenig von ‚alternativen‘ Dingen aller Art – und das, obwohl ich mittlerweile mit Leib und Seele Yogalehrerin bin.
Klingt komisch? Ist aber so.
Homöopathie? Ist kein guter Ersatz für echte Medizin, dazu müssten Wirkstoffe enthalten sein.
Impfgegner/innen? Sind gefährlich, das unterstütze ich auf keinen Fall.
Horoskope? Hab ich ohne weitere Vorkenntnisse neben dem Studium für Frauen-Magazine geschrieben. Muss ich mehr sagen?

Und genau, weil ich eigentlich ein so kritischer Mensch bin, finde ich Yoga genial –
weil ich spüre, dass es wirkt, ganz ohne Zauberei, weil ich nach zehn tiefen Atemzügen auf meiner Matte (logischerweise) spüren kann, wie mein Herzschlag sich verändert, weil ich es genieße, abends mal für kurze Zeit mein Gedankenkarussell ausschalten oder meine Restless legs beruhigen zu können …
eine Wohltat!
Dafür zünd ich zwar auch manchmal Räucherstäbchen an, weil ich Räucherstäbchen liebe, nicht aber, weil sie meine Chakren stimulieren, und ich singe auf der Matte sogar laut Om, wenn ich Lust darauf habe, weil ich die Vibration liebe und die Art, wie sich meine Stimme beim Singen verändert …
aber ich würde niemanden dazu zwingen.

Und ich glaube, darum geht’s im Yoga:
niemanden zu etwas zwingen, das tun, was aus dem Herzen kommt, was sich richtig anfühlt, und die anderen so akzeptieren, wie sie sind.
Wer gern Mantras singt und chanten möchte, ist jederzeit dazu eingeladen, das auch zu tun –
in meinen Yogastunden wird es das allerdings nicht geben.
Ich hab auch nicht vor, allzuviele Sanskrit-Worte zu verwenden …
einfach weil ich mit Menschen arbeite, die sich bewegen und entspannen wollen, vermutlich aber keine Fremdsprache erlernen.

Ich werde einfach versuchen, achtsam auf jede/n Einzelne/n einzugehen, sodass auch wirklich jede/r mit einem Lächeln im Gesicht den Raum verlässt –
ausgepowert vom Yoga, erholt von der Entspannung samt Augenkissen und sanfter Musik oder auch mal in totaler Stille.
https://www.instagram.com/p/BQNm-pVgqIB/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Klar, auch mein geliebtes Yogarad werde ich in die Stunden einbauen, aber ich glaube, ich weiß jetzt, wie mein persönliches Yoga aussieht (denn ich bin überzeugt davon, dass jede/r von uns einen persönlichen Yogastil hat):

achtsam und klar, lustig und spannend, unesoterisch und ohne Dogmen – und vollkommen ohne religiösen Touch.
Denn Yoga ist mittlerweile im Jahr 2018 angekommen, gerade hier in Westeuropa. Yoga ist natürlich stark von Traditionen geprägt, und ich bin stolz darauf, diese Wurzeln kennengelernt zu haben und mein Wissen darüber zu vertiefen, weil es spannend und interessant ist zu lernen, woher das kommt, was man so liebt …
aber das ist mein Hobby, nicht meine Berufung:
Einfach, weil es viele Menschen gibt, die denken wie ich, und die trotzdem gern yogieren möchten …

weil es so gut tut!

#Namaste!

*

Wichtiger Nachtrag:
Wenn ich schreibe, dass mein Yoga ehrlich ist, frei von Mantras und Esoterik, dann heißt das nicht, dass Mantra singende Yogalehrer/innen nicht ehrlich sind –
es wäre bloß nicht ehrlich, wenn ich das machen würde.
Weil es nicht meins ist, weil es nicht von Herzen käme, weil ich jemanden spielen würde, der ich nicht bin –
und das ist ganz bestimmt nicht der Sinn von Yoga.
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es unehrlich ist, sich auf Gesundheits-Trends wie etwa Detox zu berufen und so Kund/innen zu gewinnen –
weil nix dahintersteckt, weil man den Menschen einredet, dass sie etwas in sich haben (in diesem Fall Schlacken), das sie loswerden müssten –
und das ist Unsinn.
Und unehrlich.

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Vielen Dank! Ich freu mich sehr!

Manchmal bekommt man das schönste Feedback –
genau dann, wenn man gerade überhaupt nicht damit gerechnet hat.

So wie heute:
Als ich nämlich meine jüngste Tochter aus dem Kindergarten abgeholt hab, hat mir ihr Betreuer erzählt, dass er nun den Text über’s Kinderyoga im Kindergarten online gestellt hätte.
Also hab ich mich zu Hause als erstes an meinen Computer gesetzt und mal nachgeschaut, was er so geschrieben hat, ist ja spannend –

und mich gleich wie narrisch gefreut.

So viele nette Worte –
und die Tatsache, dass sich die Kinder wirklich drauf freuen, wieder zum Yoga gehen zu dürfen, ist einfach wunderbar.

Besser geht’s kaum.

#Danke!

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

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Sonne im Herzen

Früh morgens aufstehen, Frühstück herrichten, einen Matcha latte schlürfen, Töchterlein in den Kindergarten bringen und sich auf den Weg machen zur Lieblings-Yogastunde
ein perfekter Start in den Tag.

Abendliches Yoga ist zwar klasse, aber noch schöner finde ich es, von Vogelgezwitscher geweckt zu werden und dann direkt vom Bett auf die Matte zu steigen –
am allerliebsten im eigenen Garten, wenn das Gras noch feucht vom Tau ist und ich mich mit geschlossenen Augen langsam vom Schlaf befreie und erst so richtig aufwache.

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel’s Morgen-Yoga

Leider ist das nur im Frühling und im Sommer wirklich fein –
aber Tage wie heute sind auch klasse:
Morgen-Yoga außer Haus, dann ist man gleich viel entspannter und bleibt es auch den restlichen Tag, Körper und Geist sind topfit, ein tolles Gefühl.

Das Einzige, was mir nach einer Yogaeinheit außer Haus fehlt, ist eine ausgedehnte Meditation –
eine gute halbe Stunde, in der ich auf der Matte sitze, den Vögeln lausche, dem Meeresrauschen vom Band
oder auch einfach nur in mich hinein.
Ganz still, mit geschlossenen Augen, alle Sinne nach innen gerichtet –
kein müssen, kein wollen, nur sitzen und sein.

Als Mutter von drei Kindern habe ich gelernt, solche Momente zu genießen und jeden Morgen zu versuchen, auf meiner Matte zur Ruhe zu kommen –
denn das ist die Zeit, in der keiner etwas von mir will, niemand etwas braucht, in der das Telefon ausgeschalten bleibt –
und sogar mein Postbote weiß, dass er morgens nicht zu läuten braucht, er stellt Pakete einfach still und leise vor die Tür.

Wunderbar!

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel meditiert in der Sonne

Es ist eine Wohltat, die Sonne auf der Haut zu spüren, ihre Wärme und Geborgenheit –

aber noch genialer ist es, die Kraft der Sonne mit jedem Atemzug einzuatmen und im Herzen zu speichern.

Namaste!

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Yoga mit dem Wheel – eine spannende Sache

Seit ich letzten Sommer mein erstes Yogawheel bekommen habe, sind ein paar Monate vergangen, in denen ich nur wenig damit üben konnte –
klassische Stunden mussten vorbereitet, auf die Yogateachertrainings-Prüfung gelernt werden, dann kam das Kinder Yoga und natürlich dutzende nicht-yogische Tätigkeiten …
es war immer etwas los.

Aber jetzt,
jetzt hab ich Zeit –
und die werd ich nutzen:

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel beim Tüfteln

Momentan bin ich dabei, klassische Yoga-Haltungen in Wheel-Haltungen zu verwandeln, um je nach Übungswunsch die Asana anstrengender oder entspannter zu gestalten –
eine spannende und auch interessante Aufgabe.

Und dann, irgendwann, werd ich das, was ich mir da erarbeite, anderen Yogabegeisterten weitergeben –

darauf freu ich mich schon!

Namaste!

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die zeiten haben sich geändert. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

wir leben in einer komischen zeit.
einer zeit, die man am besten durch das internationale wort des jahres 2016 beschreiben kann:
post.faktisch.
der gesunde haus.verstand scheint ausgestorben, was zählt sind persönliche meinungen und argumente, die nur auf den ersten blick überzeugen –
manchmal nicht einmal das.

ein beispiel gefällig?
im internet finden sich einhorn.essenzen, die wirklich von menschen gekauft werden –
von menschen, die sich davon unter anderem gesundheit, erkenntnis, frieden erwarten.
die tat.sache, dass es keine ein.hörner gibt, dass aus genau diesem grund wohl kaum entsaftetes ein.horn in den flakons enthalten sein wird, oder dass der preis dieser wunder.mittel meist das grandioseste daran ist, tut nichts zur sache –
stichwort: post.faktisch.
besonders schlimm ist es, wenn es um gesundheitliche oder politische themen geht –
stets beschleicht mich das gefühl, fakten interessieren nicht mehr, die werden ja von der lügen.pressegefälscht, wacht doch endlich auf und…

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von den kleinen dingen. (#kolumne) (#ytt)

sinn.wort.spiel.

zwanzig kleine gesichter sehen mich erwartungs.voll an.
zwanzig kleine gesichter, die nicht genau wissen, was auf sie zu.kommt –
außer der tat.sache, dass mein für sie überraschender besuch eine aus.zeit vom schnöden schul.alltag bedeutet.

wir sitzen im sessel.kreis und sprechen über yoga
denn die lehrerinnen der alters.gemischten volksschul.klasse meiner tocher haben mich gefragt, ob ich kleine yoga.einheiten in ihren montäglichen schul.alltag einbauen könnte …
einerseits um für ein wenig abwechslung zu sorgen –
andererseits aber auch, um den kindern ein bisschen achtsamkeit zu lehren, körper.bewußtsein, und vielleicht sogar das wissen um die macht des eigenen atems.

die erste einheit ist eine frage.antwort.stunde.
eigentlich soll ich kurz erzählen, was yoga eigentlich ist, als auch schon die ersten kinder ihre arme in die luft strecken, um mitreden zu dürfen –
und ich stelle voller staunen fest, dass jedes kind zumindest schon einmal von yoga gehört hat, einige kennen es von ihren…

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ich mach sicher nichts, was gut für mich ist. (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

frau x hatte einen schlag.anfall – den zweiten in folge.
herr y leidet seit jahren an chronischen magen.schmerzen – stress ist der aus.löser, heißt es.
und auch die junge z, die erst am beginn ihres arbeits.lebens steht, tut sich schwer mit dem ab.schalten – und braucht mindestens zwei gläser sommer.spritzer, bevor sie entspannt sein kann.

was die drei eint?
ihr un.wille, sich selbst etwas gutes zu tun.
je schlechter es ihnen geht, umso mehr muten sie sich selbst zu –
noch eine extra.runde im fitness.studio, egal wie sehr die muskeln schmerzen, noch mehr alkohol, um die welt zu vergessen, besonders deftige kost, um wieder zu kräften zu kommen …
bloß keine pause entstehen lassen, immer gas geben, still.stand ist das ende, so der volks.mund.

aber der volks.mund hat nicht immer recht, ganz im gegen.teil –
der volks.mund hat in einer zeit das sprechen erlernt, die anders war als unsre heutige…

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let it go – lass einfach los. (#ytt) (#kolumne)

sinn.wort.spiel.

loszulassen.
das bedeutet nicht immer, etwas nicht mehr anzugreifen, sondern hat oft einen tieferen sinn:

dinge loszulassen, die einem nicht gut.tun.
verhaltens.weisen loszulassen, die einem selbst oder anderen in irgendeiner form schaden.
das eigene ich loszulassen – und versuchen anzuerkennen, dass man selbst nicht immer der mittelpunkt des universums sein muss …
und es genau.genommen in keinem moment des lebens wirklich ist.

loszulassen kann ziemlich schwierig sein.
denn es bedeutet, dass man zuerst einmal erkennen muss, was man eigentlich festhält, ob es sinn macht, daran festzuhalten, und ob es einem nicht besser ginge, würde man nicht daran festhalten.
und das nicht nur im privaten bereich, sondern auch im beruflichen –
eigentlich immer.

doch dieses loslassen erfordert ein paar dinge, die viele nicht aufzubringen in der lage sind – oder es schlicht nicht wollen:
den nötigen willen, über sich selbst nachzudenken,
die erkenntnis, dass man selbst nur ein kleiner stein unter…

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was yoga mit orchideen gemeinsam hat. (#ytt)

sinn.wort.spiel.

das erste wochen.ende des yoga.teacher.trainings liegt hinter mir.
es war heiß, intensiv, lehr.reich, lustig, tänzerisch und hat wahn.sinnig spaß gemacht.

und mitten drin, während eines anregenden morning.flows, hat sich plötzlich ein gedanke in mir breit gemacht, der mir ein breites grinsen ins gesicht gezaubert hat –
weil er so plötzlich kam, und irgend.wie so un.passend und zeit.gleich auch so wahr erschien:

mit dem yoga ist es wie mit orchideen.
man muss sich gut um beide kümmern – aber nicht zu viel.
und natürlich auch nicht zu wenig.

denn einerseits ist es so:
wer seinen orchideen zu viel wasser gibt, um ihnen gutes zu tun, ertränkt sie.
wer ihnen kein wasser gibt, weil er nur selten an sie denkt, lässt sie verdursten.

und andererseits ist eben auch so:
wer beim yoga zu viel will, auch wenn er es gut meint, wird viel zu schnell an seine grenzen kommen und verzweifelt aufgeben.

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gedanken.karussell. (#ytt)

sinn.wort.spiel.

augen schließen.
ein.atmen.
und aus.atmen.
schultern rotieren weg von den ohren.
nach hinten.
oder unten?
unten.hinten?
oh, ein.atmen!
und aus.atmen.
gewicht auf das rechte bein verlagern,
langsam das linke bein heben
und den fuß einstellen,
auf den rechten oberschenkel.
ach, und natürlich wieder ein.atmen.
nicht umfallen!
einen punkt auf der wand fixieren,
wie war noch der name von dem punkt an der wand,
den ich immer anstarre,
damit ich nicht umfalle,
einbeinig?
oh, ein.atmen!
augen schließen.
nein, augen wieder auf,
sonst falle ich um,
den punkt anstarren,
drishti,
war es nicht drishti?
ja, genau,
aus.atmen,
drishti, das war’s,
ach mann,
eigentlich wollte ich doch die gedanken fliegen lassen,
und jetzt vergess ich sogar auf’s
ein.atmen,
oh, es ist schon das andere bein dran,
aus.atmen,
nicht umfallen,
und die gedanken fliegen lassen.

namaste.

© Sybille Ebner - sinn.wort.spiel. © Sybille Ebner – sinn.wort.spiel.

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