Wie Musik dein Yoga noch wunderbarer machen kann.

Yoga ist etwas, das in aller Stille praktiziert wird, das hab ich ganz zu Beginn meiner Yogapraxis eingetrichtert bekommen.
Es geht rein um die Musik in dir selbst, darum, diese Stille als Musik wahrzunehmen, und zu erkennen, wie wunderbar diese Stille ist.

Stimmt, gar keine Frage.
Die Welt rund um uns ist laut genug, kaum jemals kann man wirklich in Stille sitzen –
und selbst wenn es draußen mal still ist, dann irritieren uns die Stimmen und Gedanken in unserem Kopf, die ohne Unterlass auf uns einreden und uns ablenken.

In meinem Fall ist die vollkommene Stille leider unmöglich –
seit ich ein kleines Kind bin, rauschen meine Ohren, ein sanfter, aber stetig wahrnehmbarer Tinnitus, verursacht durch zu viele Mittelohrentzündungen.
Je nachdem, wie gut oder schlecht es mir geht, ist das Rauschen leiser oder lauter, das ist manchmal recht praktisch, weil ich etwa schon im Vorhinein merke, wenn ich krank werde oder eine Auszeit brauche.

Allein auf meiner Matte ist es allerdings weniger praktisch, das andauernde Geräusch, das manchmal so laut ist, dass es mich richtig ablenkt, obwohl es mich schon seit mehr als zwanzig Jahren begleitet.
Das ist einer der Gründe, warum ich oft Meeresrauschen abspiele, wenn ich meditiere, und meistens mit Musik yogiere, die ich gut kenne –
so vergesse ich das Rauschen in meinen Ohren und kann mich völlig auf die Yogapraxis konzentrieren.

Und deswegen möchte ich euch heute meine liebste Yoga-Playlist präsentieren –
manchmal ist mir nach indischen Mantras, manchmal nach purer Klavierbegleitung, aber meistens genieße ich diese 49 Minuten Musik:

Die Art der Songs, das Tempo und die Intensität weisen mir den Weg durch die Asanas –
vom Ankommen auf der Matte, übers Aufwärmen und Dehnen hin zu kräftigen und anspruchsvolleren Posen, weiter zu Dreh- und Umkehrhaltungen, bis dann die Schlussentspannung kommt.
Wenn mir danach ist, bau ich zu James Bay den Inside Flow ein, den ich in einem Workshop mit Young Ho Kim lernen durfte –
wie einen kleinen Tanz zwischendurch.

Ich denke gar nicht darüber nach, was ich mache, und ich mach auch nicht immer das gleiche, aber ich kann mich vollkommen der Musik hingeben, höre kein Rauschen in den Ohren, kann meine Gedanken abschalten und auf der Matte einfach nur sein.

Und ich muss sagen:
Es gibt nichts schöneres!

#Namaste!

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Wenn das Problem zur Chance wird oder: Wie es ist, ein Hüftopfer zu sein.

Bei der Anfertigung meines Körpers haben sich leider ein paar Produktionsfehler eingeschlichen –

ich hab eine Vielzahl an Allergien, die mich in meiner Kindheit in den Wahnsinn getrieben haben und das Personal diverser Allergiezentren alljährlich zum Staunen bringen, ich hab das so genannte Restless Legs Syndrom, das mich in vielen Nächten nicht schlafen lässt, und ich kam mit dem Po voran auf die Welt, denn:

Meine Hüften waren bei der Geburt so gut wie nicht vorhanden. Das erste, was der Arzt nach meiner Geburt damals zu meiner Mutter gesagt hat, war, dass ich niemals richtig gehen können werde –
der Arzt war wohl wirklich ein … sagen wir es mal freundlich: Idiot.

Ich wurde also von Geburt an mittels Gipsschale breit gewickelt –

hier auf dem Bild sieht man die Gurte dieser Schale.
Lustigerweise schau ich auf dem Bild so drein, als würde mich das fürchterlich stören –
und das kann ich mir fast vorstellen:

Meine Kinder musste ich auch alle breit wickeln, als Vorsichtsmaßnahme, weil Hüftprobleme ausgeschlossen werden sollten, ich wickelte sie aber auf Anraten meiner Ärzt/innen mit einer Stoffwindel einfach dicker …
sicher die angenehmere Variante.
Aber eins muss man natürlich sagen: Die Gipsschale hat ihren Zweck erfüllt.

Später bekam ich eine Art Laufgestell mit Spreizhose, ein Wägelchen, in dem meine Beine breit zur Seite standen, das es mir aber ermöglichte, mich in der Wohnung fortzubewegen.

Meine Mutter hat mir einmal erzählt, dass sie die mitleidigen Blicke mancher Mitmenschen kaum aushalten konnte, oder die Frage, welche Behinderung ich denn hätte –
wobei eine direkte Frage sicher angenehmer ist als das verstohlene Flüstern und Schauen.
Und es gibt die Anekdote, dass Bekannte meiner Eltern sie als schlechte Eltern bezeichneten, zu jung und dumm für ein Kind, weil ich als Baby diese Gipsschale tragen musste –
es wäre ja viel besser, ein körperlich behindertes, aber psychisch gesundes Kind zu haben.
(Manchmal fragt man sich, was in den Köpfen der Mitmenschen so vorgeht.
Deshalb:
Danke für die Gipsschale, Mama und Papa! Ich find gehen können schon ziemlich lässig – und meiner Psyche geht’s auch ganz gut.)

Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich dieses Wägelchen recht lustig gefunden hab, ich mein: Schaut euch mal an, wie ich dreinschau! So schaut kein Kind drein, das traurig ist oder sich über etwas ärgert.

Irgendwann waren meine Hüften dann bereit zum Einsatz, ich lernte gehen. Und laufen!
Ich glaube, ich kann mich noch daran erinnern, wie genial ich das fand.

Einige Jahre lang waren meine Hüften dann kein Thema mehr für mich –
bis ich im Gymnasium eine Sportlehrerin bekam, die sich zwar freute, dass ich im Leichtathletik-Team war und einige Wettkämpfe für meine Schule gewinnen konnte, die mir aber dennoch eine schlechte Note ins Zeugnis schrieb, weil ich (Zitat) so schirch (also hässlich) laufen würde.

Erst ein Attest meines Orthopäden konnte sie davon überzeugen, dass das keine sehr objektive Beurteilung meiner Leistung im Sportunterricht war. Ich wiederhole: Ich war die Schnellste im Leichtathletik-Team der Schule!

Und bumm!
Schon waren meine Hüften wieder ein Thema –
denn es stimmt: Wenn ich gehe oder laufe, sieht es wirklich anders aus als bei anderen.
Doch nicht nur das:
Meine Hüften hatten früher auch die Tendenz, hin und wieder den Oberschenkel zu entkoppeln, einfach so. Oder in Situationen, in denen es toll wäre, schnell reagieren zu können, einfach gar nicht zu reagieren, mit dem Erfolg, dass man auf der Nase landet. Manchmal machen meine Hüften auch Geräusche, sie knirschen und knacken, oder es blubbert, so als würden Bläschen aus meinen Hüften aufsteigen – und zwar so laut, dass es manchmal auch andere Leute hören und vor Schreck ganz blass werden.

Natürlich ist diese Hüftproblematik auch ein Thema im Yoga.
Es gibt einige Asanas, die ich nicht nach Lehrbuch ausführen kann, einfach weil mein Körper nicht mitspielt.
Vorbeugen im Sitzen mit gleichzeitiger Grätsche etwa, oder Haltungen wie Virabhadrasana 1 / Krieger 1, bei denen man die Beine in gewissem Abstand hintereinander platziert, die Hüften aber parallel halten soll. Auch Trikonasana / Dreieck gehört dazu, da hört man ja oft die Anweisung, dass man die Hüften übereinander stapeln soll – ein Ding der Unmöglichkeit.
Alle Asanas, die eine sehr hohe Beweglichkeit in den Hüften verlangen, sind für mich der blanke Horror.

Ich hab in vielen Yogastunden versucht, mich in der letzten Reihe zu verstecken, damit kein/e engagierte/r Yogalehrer/in auf die Idee kommt, mich in die korrekte Haltung pressen zu wollen –
diese gut gemeinten Korrekturen führen bei mir nur zu Hüftschmerzen, schlimmstenfalls sogar zu Entzündungen im Gelenk.
Zu den Yogastunden gegangen bin ich aber trotzdem weiterhin:
Weil ich gemerkt hab, wie gut die Dehnung und die Bewegung tut, und weil die durch Yoga gewonnene Stabilität mir geholfen hat, die Unbeweglichkeit meiner Hüften auszugleichen.

Lange Zeit war ich aber der Meinung, dass ich es eben nicht besser könnte, dass Yoga halt vielleicht doch nichts für mich wäre, wenn ich schon so einfache Haltungen wie Krieger 1 nicht hinbekomme –
bis ich dann im Teacher Training meine Ausbildnerin kennenlernte, die ein ähnliches Hüftproblem hat wie ich, und die mir die Augen öffnete, denn:
Ich kann natürlich Yoga machen – und muss dabei auch nicht glauben, dass ich es falsch mache!

Ich muss in manchen Fällen mehr Unterstützung in Form von Block, Gurt oder Wheel verwenden als andere, ich werde wohl nie entspannt in der Grätsche sitzen können, meine Taube sieht immer ein wenig komisch aus, und ich stehe in Krieger 1 anders als alle anderen, damit meine Hüften mitspielen, aber hey:

Das ist eben mein Yoga!

In der Ausbildung wurde ich dann recht schnell zum Hüft-Testobjekt, denn es gibt einige Tricks, mit denen man Menschen unterstützen kann, deren Hüften nicht nur ein bisschen ungelenkig sind, sondern wie in meinem Fall einfach … nun, nennen wir es: von der Natur mit weniger Beweglichkeit versehen.

Keine Sorge:
Auf den Bildern sieht das viel wilder aus, als es war –
denn ich sage euch: Es war wunderbar!
Dieses Gefühl, wenn die Hüften sich plötzlich annähernd so bewegen, wie sie sollen, weil jemand weiß, wo sie hingreifen, wie sie ziehen muss – himmlisch!
(Vielen Dank, liebe Selma, das war echt genial!)

Auch die Anatomiestunden in der Ausbildung waren toll, weil mir endlich klar wurde, wie mein Körper eigentlich funktioniert, wie ich ihm helfen kann, im Alltag und im Yoga, und dass ich als selbst ernanntes Hüftopfer mein bisheriges Problem in Zukunft als Chance sehen werde:

Ich kann mich sehr gut in Yogi/nis hineinversetzen, die sich mit gewissen Asanas quälen, denn das sind meistens jene, die mich auch quälen –
und unter uns gesagt:
Mich quälen eine Menge Asanas.
Ich weiß mittlerweile aber sehr genau, welche Unterstützung ich brauche, damit ich die für mich problematischen Haltungen korrekt ausführen kann –
und kann dieses Wissen meinen Yogi/nis weitergeben.
Ich hab auch erkannt, dass die perfekte Ausrichtung nicht alles ist –
ich weiß nämlich nicht, wie die Leute innen drinnen aussehen, vielleicht haben sie ähnliche Probleme wie ich und die Ausrichtung nach Lehrbuch macht ihnen mehr Probleme als kleinere Unrichtigkeiten.
Ich werde ganz sicher nie die Lehrende sein, die ihre Yogi/nis ins Schwitzen bringt, weil sie alles so perfekt vormacht, dass sich die anderen im Raum denken:
Das werd ich nie schaffen!
meine Senior/innen danken es mir jedes Mal, wenn ich in Vorbeugen nicht wie ein Taschenmesser zusammenklappe oder für Trikonasana ebenso einen Block verwende wie sie.
Und ja, ich sitze mittlerweile immer auf einem dünnen Kissen oder einer gefalteten Decke, wenn ich Sitzhaltungen übe oder vorzeige –
das ist vielleicht uncool, aber was soll’s?
Ich muss nicht cool sein, um Yoga üben zu können.

Aber ich hab beim Yoga mittlerweile immer einen Gurt dabei, auch ein Kissen und mein Wheel, einfach weil ich weiß:
Es hilft mir.

Und das ist mir weitaus wichtiger als alles andere –
denn ich bin jetzt 38 Jahre alt und hab die Hüftprobleme, die andere erst im hohen Alter bekommen, schon hinter mir, nein danke, die brauch ich nicht mehr.

Wenn ich nach einer Trikonasana-Ardha Chandrasana-Session abends noch die Treppe hinaufgehen können möchte, muss ich mit Block und Wheel arbeiten –
nicht weil Yoga schlecht für die Gelenke ist, sondern weil meine Gelenke das eben so brauchen, damit sie bestmöglich unterstützt werden …

und genau darauf kommt es an:
Im Yoga darauf schauen, was man selbst braucht oder was die anderen brauchen, und den Schüler/innen klar machen:

Nur weil all die Insta-Yogi/nis ausschließlich Fotos von Kopfstand, Handstand und Skorpion posten, heißt das noch lange nicht, dass es nicht andere, weitaus forderende Asanas für sie gibt …
und es ist weder peinlich noch uncool, das auch zuzugeben.

Manch eine/r tut sich irrsinnig leicht mit dem Handstand, schafft aber grade mal so Trikonasana, manche posten unzählige Fotos von Unterarmständen, können aber kaum gerade in Tadasana, der Berghaltung, stehen –
und ich kann mittlerweile angenehm im Kopfstand stehen, scheitere aber nach wie vor an Krieger 1.

So ist es eben –
und es ist gut so!

***

Dank an meinen Vater für die entzückenden Fotos! Und für die Gipsschale.

 

 

 

 

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Yoga für rastlose Beine

In einem meiner letzten Blogartikel hab ich darüber geschrieben, dass mich meine rastlosen Beine oft in den Wahnsinn treiben.
Vor allem spätnachts kann das Restless-Legs-Syndrom furchtbar lästig sein –
doch ein paar entspannte Minuten auf der Yogamatte wirken manchmal wahre Wunder, entweder vor dem Schlafengehen oder in schlimmeren Fällen auch mitten in der Nacht.

Achtung!
In schweren Fällen von Restless-Legs-Syndrom ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und nicht eigenmächtig Medikamente einzunehmen oder sich rein auf Yoga zu verlassen! Primäres RLS ist eine zwar ungefährliche Krankheit, dennoch ist ärztlicher Rat immer besser als Internetrecherche oder Selbstmedikation!

Wer wie ich unter einer einigermaßen erträglichen Form von RLS leidet, könnte es mal mit diesen Asanas probieren –
ganz sanft, entspannt und ohne Druck.

Also rein in den Pyjama und ab auf die Matte!

Und nicht vergessen:
Es handelt sich hier um abendliches Yoga in Schlafklamotten!
Du musst weder so korrekt wie im Lehrbuch auf der Matte stehen noch jemandem etwas beweisen –
du willst nur deine Beine und deinen Geist beruhigen.
Also lass es ruhig angehen!

Setz dich auf deine Matte, nimm dir ein Kissen und vielleicht auch eine Decke mit, und lass uns anfangen:

Komm in die Kindeshaltung und lass dich tief sinken. Wenn sich die Haltung anfangs unangenehm anfühlt, leg eine Decke unter deine Waden. Dein Kopf ruht auf der Matte, die Hände sind entspannt, auch die Arme liegen locker auf der Matte.
Schließ deine Augen und atme tief und ruhig durch die Nase –
sooft du möchtest.
Komm dann wieder nach oben, in die Tischhaltung, und von hier aus beginn mit einer ausgiebigen Runde Katze/Kuh:
Mit einer langen Ausatmung beug deine Wirbelsäule nach oben, bring das Kinn zum Brustbein und fließe dann mit einer Einatmung zurück, die Wirbelsäule dehnt sich nach unten, der Kopf kommt nach oben.
Wiederhole das einige Male, angepasst an deinen Atem, und komm dann zurück in die Tischhaltung.

Strecke nun das rechte Bein nach hinten und dehne es – und zwar genauso sanft oder fest, wie es sich am besten für dich anfühlt. Wechsle dann und streck das linke Bein nach hinten und dehne wieder. Wiederhole das Dehnen und komm denn langsam in deinen Hund, sanft, mit gebeugten Beinen. Strecke und beuge abwechselnd deine Beine, vergiss nicht auf den Atem und achte auch bei sanftem Abend-Yoga darauf, dass deine Hände auf der Matte festen Halt finden.
Streck dann beide Beine und dehne sie –
und verändere vielleicht den Abstand zwischen Händen und Füßen oder beug wieder die Knie, wenn dir das Strecken zu viel ist.

Finde vom Hund deinen Weg in eine Variation der Königstaube –
ich bevorzuge abends die Version mit gestrecktem hinteren Bein, mein Kopf ruht auf meinen Fäusten.
Finde deine Variante: Vielleicht möchtest du den Oberkörper aufgerichtet lassen oder dich mit den Unterarmen auf der Matte abstützen, probier es einfach aus.
Atme tief und ruhig weiter –
und vergiss nicht, die Seite zu wechseln!
Danach kommst du wieder in deinen abendlichen Hund und steigst nach vorne ins Sitzen, zu Dandasana.

Sitz mit geradem Rücken auf der Matte, leg dir vielleicht eine Decke oder ein Kissen unter den Po, damit es bequemer wird. Beug dich dann mit geradem Rücken nach vorne und lass dort die Schultern und den Kopf schwer werden.
Probier mal, ein Kissen auf die Oberschenkel zu legen und den Oberkörper so zu stützen –
aber lass die Füße geflext, mit den Zehen Richtung Decke gerichtet, damit die Beine gedehnt und die Knie geschützt werden.

Schließ deine Augen und atme tief und ruhig, bleib in der Haltung, so lange es sich gut anfühlt –
und komm dann zurück zu Dandasana.

Von hier finde deinen Weg zu Janu Sirsasana, und vergiss nicht: Sei sanft zu dir!
Leg auch hier wieder das Kissen auf dein Bein, um die Haltung bequemer zu machen –
und atme tief und ruhig durch die Nase.
Wechsle dann die Seite, achtsam und langsam –
und komm danach zurück zu Dandasana.
Greif dir dein Kissen und entspann noch mal in Paschimottanasana, so lange es dir gut tut.

Zuletzt rutsche mit dem Po so nahe an die Wand, wie es geht, und dreh dich über eine Seite so, dass die Beine an der Wand liegen und nach oben zeigen. Leg dir eine gefaltete Decke oder ein Kissen unter den Po, breite die Arme neben dir auf der Matte aus, und schließ die Augen.
So entlastest du deine Venen und deine Lendenwirbelsäule und fühlst dich komplett entspannt.
(Vorsicht bei hohem Blutdruck oder in der Schwangerschaft!)

Atme tief und ruhig durch die Nase und bleib in dieser Haltung bis zu 25 Atemzüge lang.
Danach fühlst du ein leichtes Kribbeln in den Beinen –
ich mag das sehr, weil sich meine Beine nach diesem Kribbeln viel leichter anfühlen und ich besser einschlafen kann.

Leg dich danach gleich ins Bett, schlüpf unter deine Decke, streck die Beine auf der Matratze aus und freu dich auf eine erholsame Nacht.

Schlaf gut!

***

Achtung!
Wenn du Fragen zu bestimmten Asanas hast oder nicht weißt, wie du von einer Übung in die nächste übergehen sollst, hinterlass doch einen Kommentar!
Die Sequenz zeigt nur die Endhaltung und ist somit eher für erfahrene Yogi/nis ausgelegt –
aber ich helf dir gern weiter!

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Warum Kinderyoga so wichtig ist

Die heutige Kinder-Yogastunde in einem meiner Kindergärten war hart, muss ich gestehen:
In der Gruppe waren zwei Kinder, die keine Sekunde stillsitzen können, die jeden Gedanken, der in ihrem Kopf auftaucht, sofort lautstark der Gruppe mitteilen müssen, und für die es offenbar Neuland ist, dass ihnen jemand kleine Aufgaben stellt, wie etwa:
Setz dich auf deinen Platz und pass auf, dass du die Memory-Karten in der Mitte nicht durcheinander bringst.
oder
Achte darauf, dass du deinem Sitznachbarn nicht mit dem Ellenbogen ins Gesicht stichst.

Im Kinder-Yoga ist das natürlich normal –
kein Kind tut immer genau das, was man ihm sagt, die Fantasie und der Bewegungsdrang sind meistens stärker …
und das Schöne ist:
Kinder-Yoga ist perfekt dafür.
Bewegung und Stillsitzen wechseln sich ab, die Kinder können ihre Gedanken und Ideen einbringen, niemand wird zu etwas gezwungen, in den allermeisten Fällen sind die Kleinen aber begeistert bei der Sache und genießen jede Sekunde.

Da heute die Abschiedsstunde war, hatte ich geplant, mit den älteren Kindern Yoga-Memory zu spielen –
eine geniale Kombination aus Achtsamkeits-Schulung und Yoga-Übungen, die den Kindern großen Spaß macht. Meistens sind sie traurig, wenn wir alle Karten aufgedeckt haben und sie fertig sind mit der Yoga-Stunde und eine andere Gruppe dran ist.

Yoga als Spiel: Yoga-Memory

Heute aber kam bei den Kindern keine echte Spielfreude auf –
es ist einfach nicht lustig, wenn zwei Kinder absichtlich alle Karten durcheinander bringen, sich keine Sekunde auf das Spiel konzentrieren können, dann aber beleidigt sind, wenn sie keine Paare finden und lautstark beginnen zu schreien.

Nach mehrmaliger Aufforderung, Platz zu nehmen, dem Spiel zu folgen und die anderen nicht zu stören, hab ich dann beschlossen, nicht die Geduld zu verlieren, sondern meinen Trumpf zu präsentieren: die eine Memory-Karte, vor der die Kleinen fast ein bisserl Respekt haben, die sie aber dennoch genießen:
die Karte mit dem Wecker.

© Sibl and the Wheel
Zeit, innezuhalten

Wenn dieses Karten-Paar aufgedeckt wird, setzen sich alle hin, schließen die Augen und den Mund – und halten einfach inne.
Wer es am längsten schafft, darf sich Stillhalte-König oder -Königin nennen und den anderen erklären, wie er oder sie es so lang geschafft hat …
die Kinder haben nämlich die tollsten Ideen, wie man es schafft, innezuhalten und Ruhe zu bewahren!

Also hab ich die beiden Wecker-Karten aufgedeckt und das Stillhalten ausgerufen –
mit Erfolg:
Sogar die Beiden, die sich bisher schwer taten, wollten zeigen, wie gut sie das können …
und als wir alle dann wieder die Augen öffneten, sagte eines der Kinder:
Das war so angenehm, können wir das nachher nochmal machen?

Kinder brauchen Ruhephasen, genauso wie die Erwachsenen, und genauso wie wir müssen sie lernen, sich diese zu gönnen und zu erkennen, wie wertvoll sie sind.
Sich auf ein Memory-Spiel konzentrieren zu können, tief einzuatmen oder kurz mal im Krieger zu stehen –
all das sind Fähigkeiten, die Kindern im Leben wirklich helfen …
nicht, weil ihnen jemand sagt, dass sie es müssen, sondern weil es ihnen guttut –
und weil sie selbst spüren, wie gut es ihnen tut.

Und das ist etwas, das ich gerne fördern möchte –
wer das nämlich schon als Kind lernt, der kann es auch, wenn er erwachsen ist …
und das ist ein wunderbarer Gedanke!

#Namaste!

***

Kleiner Nachtrag:
Die Welt, in der wir leben, ist schnell und oft rastlos. Viele Eltern müssen früh in die Arbeit und kommen erst spät wieder nach Hause. Da bleibt wenig Zeit, sich den Kindern zu widmen und sie zu fördern – vor allem, weil uns die Welt suggeriert, dass fördern bedeutet, die Kinder von einem Kurs in den nächsten zu kutschieren, keine Leerzeiten hinzunehmen und jede Minute des Tages genau zu planen.
Und auch wenn bekannte Erziehungswissenschaftler/innen mittlerweile wieder dazu raten, den Kindern Langeweile zu gönnen, weil das Pause fürs kindliche Gehirn und Raum für die eigene Fantasie bedeutet, scheinen manche Eltern direkt Angst davor zu haben, als Rabeneltern zu gelten, wenn das eigene Kind weniger Kurse besucht als das Nachbarskind.

Als Mutter von drei Kindern und mittlerweile Kinder-Yogalehrerin möchte ich aber allen Eltern ans Herz legen:
Lasst eure Kinder atmen!
Gönnt ihnen die Zeit, die sie brauchen, um zur Ruhe zu kommen – und helft ihnen dabei, sich zu entfalten.
Anstatt sie von einem Kurs in den anderen zu hetzen, setzt euch mit ihnen hin und spielt ein Brettspiel –
weil man dabei ganz wunderbar lernt, sich zu konzentrieren, achtsam zu sein und trotzdem Spaß zu haben.
Und weil man dabei Zeit miteinander verbringt.

Kinder wissen selbst recht genau, was sie interessiert und was sie gut können, sie brauchen nur jemanden, der sie an der Hand nimmt und mit ihnen den manchmal steinigen Weg zu sich selbst beschreitet –
ohne allerdings die Richtung vorzugeben.
Und sie brauchen manchmal jemanden, der ihnen zeigt, wie schön es sein kann, Ruhe in sich selbst zu spüren –
die Welt ist stressig genug.

 

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Endlich Frühling!

Ihr wundert euch vielleicht, wieso es jetzt längere Zeit so still war hier, das ist ja sonst nicht so meine Art –
aber die Grippe hatte mich zwei Wochen lang voll im Griff, mit allem drum und dran:
Fieber, Halsweh, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, das volle Programm. Manchmal hab ich mich auf meine Matte geschleppt und bin dort gesessen, aber mehr als tief durchatmen hab ich nicht geschafft.
Jetzt endlich bin ich wieder gesund, muss nur mehr leicht husten, kann aber endlich wieder yogieren und das Haus verlassen …
großartig!

Und genau in dieser Zeit, in diesen zwei Wochen, in denen ich rein gar nichts tun konnte, hab ich mich dazu entschlossen, ein CoWorking-Studio in Salzburg zu eröffnen –
ein Studio, in dem ich wieder Erwachsene unterrichten kann, in dem aber auch andere ihre Stunden abhalten können, egal ob es sich um Yogastunden, Tanzeinheiten, Pilates oder Beratung/Therapie handelt.
Weil es gemeinsam viel schöner ist, weil es mehr Spaß macht und bestimmt auch leichter ist, als einsam für den eigenen Traum zu kämpfen – ich freu mich jedenfalls sehr drauf und arbeite in jeder freien Sekunde daran, dass die Website fertig und die Facebook-Seite voller wird, dass meine Give-aways ankommen und ich den ersten Kennenlern-Abend organisieren kann.
Und dass ich das Studio so adaptiere, dass man sich darin wohlfühlt und tolle Stunden erleben kann.
Denn noch ist es ein bissl leer:
https://www.instagram.com/p/BQxVtrhDf5N/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Heute war auch endlich wieder eine Kinderyoga-Stunde, ich hab die Kleinen wirklich vermisst –
und weil die Sonne so schön gescheint hat, haben wir die Yoga-Einheit kurzerhand in den Garten verlegt.
https://www.instagram.com/p/BRnRvBLjicr/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Die Kleinen waren begeistert, denn aus der geplanten Yogastunde wurde durch die Eindrücke aus der Natur eine Achtsamkeits-Stunde –
was hörst du, was siehst du, wie fühlt sich der Boden an, das Gras, und wer kann beschreiben, wie der Frühling riecht?

Wir haben Kirschkerne entdeckt, die frühlingshaft austreiben, konnten sechs verschiedene Arten von Vögeln singen hören und einige der Kleinen haben das erste Mal am frischen Gras und der feuchten Erde gerochen –
ein echtes Yoga-Garten-Abenteuer!

Beim Ausziehen fragte dann eine Betreuerin die Kinder, wie das Yoga im Garten denn gewesen sei –
und ein Chor glücklicher Kinderstimmen hat laut geschrien: Es war toll!

Was gibt es schöneres?

#Namaste!

 

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Und ewig dreht sich das Gedankenkarussell.

Gibt es einen guten Zeitpunkt, um krank zu werden?
Vermutlich nicht –
aber unzählige schlechte.

Jetzt gerade, zum Beispiel:
Ich habe hunderte Dinge zu erledigen, müsste denken und tüfteln und hier anrufen und dort vorsprechen, eine Website erstellen und über hundert weitere Dinge nachdenken …
stattdessen lieg ich mit Halsweh am Sofa, trink literweise Tee mit Kurkuma-Honig und bekomm schon einen Schweißausbruch, wenn ich nur ans Aufstehen denke.
https://www.instagram.com/p/BRAm7Tbj36J/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Gestern hab ich es nicht mal auf die Matte geschafft, obwohl ich mich ein wenig bewegen wollte, das möchte ich heute unbedingt  schaffen –
denn es ist  furchtbar, abends ins Bett zu gehen, wenn man eh den ganzen Tag nur rumliegen musste.

Krank sein macht aber noch etwas mit mir:
Es treibt mein ohnehin schon rastloses Gedankenkarussell noch mehr an.

Gerade jetzt, wo ich nicht mehr nur noch plane, sondern aktiv an meinem (nennen wir es mal) Co-Working-Space für … hm … Body and Soul arbeite (jaaa, am Namen tüftle ich auch noch), gerade jetzt wollen meine Gedanken einfach keine Ruhe finden:

Ist es die richtige Idee? Was hab ich übersehen? Klappt das mit meinen Kindern? Werden da überhaupt irgendwelche Leute kommen? Wie erreiche ich diese Leute? Wird es finanziell leistbar sein? Was muss ich alles anschaffen? Schaff ich alles, was ich mir vornehme, bis April? Was wird das mit mir machen, mit meiner Familie? Wird es Auswirkungen auf meine Beziehung haben?

Und das ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die mir durch den Kopf gehen, tagsüber auf dem Sofa, und vor allem nachts im Bett, wenn ich nicht schlafen kann.

Deshalb werd ich mich heute auf meine Matte setzen, tief durchatmen, und die Welt einfach Welt sein lassen.
https://www.instagram.com/p/BOHhIwADmEb/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Auf mich selbst achten, meinen Kopf freiatmen, abends in der Badewanne entspannen –
und erst morgen wieder die Welt neu erfinden.

Denn wie heißt es so schön?

Genießt euren Faschingsdienstag, und passt auf euch auf.

#Namaste!

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Einfach ehrliches Yoga, ohne jeglicher Zauberei.

Wer sich dazu entschließt, Yoga zu unterrichten, muss sich erst einmal fragen:

Was für eine Art von Yoga möchte ich unterrichten?

Wie möchte ich den Menschen vermitteln, dass Yoga toll ist – gerade ich, der unesoterischste Mensch, den ich kenne?!
Ständig sagen mir die Leute:
Dass gerade du Yoga unterrichtest, du magst doch Esoterik nicht.
Oder:
Yoga ist mir zuviel Shanti shanti …
was auch immer das bedeuten soll. Denn Yoga an sich ist weder esoterisch, noch hat es was zu tun mit Gesangsübungen in fremder Sprache.
Ich war also selbst ein bisschen unsicher, was ich auf all diese Fragen eigentlich antworten soll.

Gestern abend auf meiner Yogamatte jedoch hatte ich dann auf einmal den ganz klaren Gedanken:
Ich möchte bloß ehrlich sein.

Yoga ist gut für Körper und Geist –
unzählige Studien beweisen das mittlerweile.
(Ja, andere Studien beweisen das Gegenteil, das ist mir klar, aber diese Studien beziehen sich meist darauf, dass etwa Anfänger/innen versuchen, sich in den Skorpion zu drücken und sich dabei verletzen … was mir immer im Herzen weh tut. Drum kämpf ich auch für Yoga ohne Ego, denn:
Wer nicht aufrecht im Berg stehen kann, braucht an den Kopfstand nicht zu denken.)

Sich yogisch zu bewegen, den Geist zu beruhigen und sich selbst einfach mal eine Auszeit zu gönnen – das ist für mich Yoga.
Ich bin auch keine Yoga-Therapeutin … dafür gibt es andere.
Wer also mit schweren Verletzungen zu kämpfen hat, der sollte lieber ausgebildete Therapeut/innen aufsuchen, die eine jahrelange Ausbildung in Sachen Anatomie hinter sich haben.
Mir und dem eigenen Körper zuliebe.

Auch Meditation ist toll für uns –
nicht umsonst meditieren Spitzensportler/innen und Top-Manager/innen täglich.


Meditieren hat aber nichts mit Räucherstäbchen zu tun, man muss nicht unbedingt still sitzen, Mantras singen oder verschiedenste Sanskrit-Silben summen, von denen man nicht einmal weiß, was sie bedeuten.
Man kann auch unter einem Baum liegen und mit geschlossenen Augen das Gras spüren.
Oder sich auf der Matte einkuscheln und einfach mal in sich hineinhören.
Das tun wir nämlich viel zu selten, obwohl es so gut tut – es zahlt sich wirklich aus, das mal zu probieren.
Ohne Druck, ohne ‚das muss genau so sein‘, einfach zur Ruhe kommen und für wenigstens ein paar Minuten den Alltag vergessen.
Ich versprech euch: Das ist genial!

Für mich zum Beispiel ist auch Stricken Meditation –
der Geist ist vollkommen frei von Gedanken, ich seh nur, wie die Maschen sich vermehren und bin ganz bei mir.
https://www.instagram.com/p/BQsnCwRDjsV/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Ich möchte aber auch ehrlich sein in der Art, wie ich mein Yoga präsentiere.
Detox Flow?
Braucht kein Mensch – das klingt vielleicht gut und ist gerade ein Trend in Sachen Wellness  –
aber in unserem Körper gibt es keine Gifte, die man mit ein paar Drehhaltungen entfernen könnte.
(Und das ist gut so, wir würden sonst relativ schnell sterben, es macht ja nicht jede/r Yoga oder wöchenliche Detox-Kuren.)
Drehhaltungen sind toll, keine Frage, ich liebe sie vor allem, weil sie oft so fordernd sind, sie haben mit ‚Detox‘ aber nichts zu tun.

Und ich muss gestehen: Ich halte auch wenig von ‚alternativen‘ Dingen aller Art – und das, obwohl ich mittlerweile mit Leib und Seele Yogalehrerin bin.
Klingt komisch? Ist aber so.
Homöopathie? Ist kein guter Ersatz für echte Medizin, dazu müssten Wirkstoffe enthalten sein.
Impfgegner/innen? Sind gefährlich, das unterstütze ich auf keinen Fall.
Horoskope? Hab ich ohne weitere Vorkenntnisse neben dem Studium für Frauen-Magazine geschrieben. Muss ich mehr sagen?

Und genau, weil ich eigentlich ein so kritischer Mensch bin, finde ich Yoga genial –
weil ich spüre, dass es wirkt, ganz ohne Zauberei, weil ich nach zehn tiefen Atemzügen auf meiner Matte (logischerweise) spüren kann, wie mein Herzschlag sich verändert, weil ich es genieße, abends mal für kurze Zeit mein Gedankenkarussell ausschalten oder meine Restless legs beruhigen zu können …
eine Wohltat!
Dafür zünd ich zwar auch manchmal Räucherstäbchen an, weil ich Räucherstäbchen liebe, nicht aber, weil sie meine Chakren stimulieren, und ich singe auf der Matte sogar laut Om, wenn ich Lust darauf habe, weil ich die Vibration liebe und die Art, wie sich meine Stimme beim Singen verändert …
aber ich würde niemanden dazu zwingen.

Und ich glaube, darum geht’s im Yoga:
niemanden zu etwas zwingen, das tun, was aus dem Herzen kommt, was sich richtig anfühlt, und die anderen so akzeptieren, wie sie sind.
Wer gern Mantras singt und chanten möchte, ist jederzeit dazu eingeladen, das auch zu tun –
in meinen Yogastunden wird es das allerdings nicht geben.
Ich hab auch nicht vor, allzuviele Sanskrit-Worte zu verwenden …
einfach weil ich mit Menschen arbeite, die sich bewegen und entspannen wollen, vermutlich aber keine Fremdsprache erlernen.

Ich werde einfach versuchen, achtsam auf jede/n Einzelne/n einzugehen, sodass auch wirklich jede/r mit einem Lächeln im Gesicht den Raum verlässt –
ausgepowert vom Yoga, erholt von der Entspannung samt Augenkissen und sanfter Musik oder auch mal in totaler Stille.
https://www.instagram.com/p/BQNm-pVgqIB/?taken-by=sibl_and_the_wheel
Klar, auch mein geliebtes Yogarad werde ich in die Stunden einbauen, aber ich glaube, ich weiß jetzt, wie mein persönliches Yoga aussieht (denn ich bin überzeugt davon, dass jede/r von uns einen persönlichen Yogastil hat):

achtsam und klar, lustig und spannend, unesoterisch und ohne Dogmen – und vollkommen ohne religiösen Touch.
Denn Yoga ist mittlerweile im Jahr 2018 angekommen, gerade hier in Westeuropa. Yoga ist natürlich stark von Traditionen geprägt, und ich bin stolz darauf, diese Wurzeln kennengelernt zu haben und mein Wissen darüber zu vertiefen, weil es spannend und interessant ist zu lernen, woher das kommt, was man so liebt …
aber das ist mein Hobby, nicht meine Berufung:
Einfach, weil es viele Menschen gibt, die denken wie ich, und die trotzdem gern yogieren möchten …

weil es so gut tut!

#Namaste!

*

Wichtiger Nachtrag:
Wenn ich schreibe, dass mein Yoga ehrlich ist, frei von Mantras und Esoterik, dann heißt das nicht, dass Mantra singende Yogalehrer/innen nicht ehrlich sind –
es wäre bloß nicht ehrlich, wenn ich das machen würde.
Weil es nicht meins ist, weil es nicht von Herzen käme, weil ich jemanden spielen würde, der ich nicht bin –
und das ist ganz bestimmt nicht der Sinn von Yoga.
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es unehrlich ist, sich auf Gesundheits-Trends wie etwa Detox zu berufen und so Kund/innen zu gewinnen –
weil nix dahintersteckt, weil man den Menschen einredet, dass sie etwas in sich haben (in diesem Fall Schlacken), das sie loswerden müssten –
und das ist Unsinn.
Und unehrlich.

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Vielen Dank! Ich freu mich sehr!

Manchmal bekommt man das schönste Feedback –
genau dann, wenn man gerade überhaupt nicht damit gerechnet hat.

So wie heute:
Als ich nämlich meine jüngste Tochter aus dem Kindergarten abgeholt hab, hat mir ihr Betreuer erzählt, dass er nun den Text über’s Kinderyoga im Kindergarten online gestellt hätte.
Also hab ich mich zu Hause als erstes an meinen Computer gesetzt und mal nachgeschaut, was er so geschrieben hat, ist ja spannend –

und mich gleich wie narrisch gefreut.

So viele nette Worte –
und die Tatsache, dass sich die Kinder wirklich drauf freuen, wieder zum Yoga gehen zu dürfen, ist einfach wunderbar.

Besser geht’s kaum.

#Danke!

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

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Sonne im Herzen

Früh morgens aufstehen, Frühstück herrichten, einen Matcha latte schlürfen, Töchterlein in den Kindergarten bringen und sich auf den Weg machen zur Lieblings-Yogastunde
ein perfekter Start in den Tag.

Abendliches Yoga ist zwar klasse, aber noch schöner finde ich es, von Vogelgezwitscher geweckt zu werden und dann direkt vom Bett auf die Matte zu steigen –
am allerliebsten im eigenen Garten, wenn das Gras noch feucht vom Tau ist und ich mich mit geschlossenen Augen langsam vom Schlaf befreie und erst so richtig aufwache.

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel’s Morgen-Yoga

Leider ist das nur im Frühling und im Sommer wirklich fein –
aber Tage wie heute sind auch klasse:
Morgen-Yoga außer Haus, dann ist man gleich viel entspannter und bleibt es auch den restlichen Tag, Körper und Geist sind topfit, ein tolles Gefühl.

Das Einzige, was mir nach einer Yogaeinheit außer Haus fehlt, ist eine ausgedehnte Meditation –
eine gute halbe Stunde, in der ich auf der Matte sitze, den Vögeln lausche, dem Meeresrauschen vom Band
oder auch einfach nur in mich hinein.
Ganz still, mit geschlossenen Augen, alle Sinne nach innen gerichtet –
kein müssen, kein wollen, nur sitzen und sein.

Als Mutter von drei Kindern habe ich gelernt, solche Momente zu genießen und jeden Morgen zu versuchen, auf meiner Matte zur Ruhe zu kommen –
denn das ist die Zeit, in der keiner etwas von mir will, niemand etwas braucht, in der das Telefon ausgeschalten bleibt –
und sogar mein Postbote weiß, dass er morgens nicht zu läuten braucht, er stellt Pakete einfach still und leise vor die Tür.

Wunderbar!

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel meditiert in der Sonne

Es ist eine Wohltat, die Sonne auf der Haut zu spüren, ihre Wärme und Geborgenheit –

aber noch genialer ist es, die Kraft der Sonne mit jedem Atemzug einzuatmen und im Herzen zu speichern.

Namaste!

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Damals, am Meer, da war diese tiefe Ruhe in mir – wo ist sie jetzt?

Damals,
am Meer,
da war diese tiefe Ruhe in mir,
da konnte ich stundenlang aufs Meer schauen,
ohne dass mich irgendetwas gestört hätte,
nicht die lärmenden Menschen ringsum,
nicht die streitenden Kinder
oder der Eisverkäufer, der alle fünf Minuten fragte,
ob ich ein Eis möchte.

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

Damals,
am Meer,
da war innerer Frieden in mir,
ganz egal, was rund um mich geschah,
ich brauchte nur meinen Blick auf die Wellen zu richten,
schon konnte ich spüren,
wie sich die Wogen in mir glätteten,
als hätte es sie nie gegeben.

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

Damals,
am Meer,
da konnte ich stundenlang Asanas üben,
abends,
wenn die Menschen den Strand verlassen hatten,
und es schien,
als würde allein diese innere Ruhe mir helfen zu meistern,
was ich zuvor nur selten schaffte.

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

Damals,
am Meer,
da schien meine innere Seherin
immer zu lächeln,
schon der Gedanke ans Meer
zaubert ihr ein Lächeln ins Gesicht,
auch heute wieder –
aber was mach ich ohne Meer?

© Sibl and the Wheel
© Sibl and the Wheel

Am Meer fällt es uns oft viel leichter, unseren rastlosen Geist zu beruhigen, die chitta vrittis, die Bewegungen unseres Geistes, zur Ruhe kommen zu lassen und einfach zu sein.
Das geht ganz von allein, ohne dass wir darüber nachdenken müssen –
und wahrscheinlich ist genau das der Punkt: nicht darüber nachdenken.

Wenn ich dann daheim bin, auf meiner Matte, frage ich mich oft, wo sich diese Ruhe abseits vom Meer eigentlich immer versteckt.
Mein Trick:
Ich hol mir das Meer auf meine Matte!

Wenn es mir wirklich nicht gelingt, abends mal abzuschalten und für wenigstens ein paar Minuten meine Gedanken rasten zu lassen, dann lausche ich dem Meeresrauschen vom Band –
das ist zwar natürlich nur halb so schön, es fehlt der Duft des Meeres, das Salz auf der Haut, der schier endlose Blick bis zum Horizont, das sanfte Abendrot über den Wellen, die Schreie der Möwen, der Schaum auf dem Wasser …
aber es klappt!

Probiert es mal aus!
#Namaste!

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